Zanetti Roberto · Ständerat · 2017-09-21
Zanetti Roberto · Ständerat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-09-21
Wortprotokoll
Jetzt mache ich es wirklich ganz, ganz kurz. Ich bin Ihnen ein paar Antworten schuldig.
Herr Hegglin hat vom Risiko gesprochen. Ja gut, wer das Risiko scheut, enthornt weiter; das kann er ja tun. Und wer ein bisschen risikofreudiger ist, kriegt eine kleine Risikoprämie.
Zu Kollege Rieder: Dazu, dass die Schwarznasenschafe, nein, die Schafe allgemein und vor allem die Schafböcke allenfalls Horn tragen und dass sie irgendwie unters Eis geraten sind, ist zu sagen, dass ich nicht Redaktor dieser Initiative war. Dieser Mangel ist uns aber in der Kommission auch aufgefallen; Schafzüchter und Kommissionssprecher Kollege Isidor Baumann hat das natürlich sofort gemerkt. Das haben wir dem Initianten auch unter die Nase gerieben. Er hat gesagt, im Rahmen der Umsetzung - das wäre dann eben eine Umsetzung "strong" - könnte man selbstverständlich auch die Schafe einbeziehen. Ich würde sagen, dass das ein redaktionelles Missgeschick ist. Es würde niemand opponieren, wenn man das im Rahmen der Umsetzung noch einbauen würde.
Dann haben Sie, Herr Rieder, gefragt: Ja, haben wir keine anderen Probleme? Selbstverständlich haben wir andere Probleme. Wenn Sie aber die Kühe - und wenn ich "Kühe" sage, meine ich immer Ziegenböcke und Stiere und eben Schwarznasenschafe usw. mit; einfach aus Gründen sprachlicher Einfachheit spreche ich nur von Kühen, aber das andere ist alles mitgemeint - oder die Kälber fragen: "Habt ihr keine anderen Probleme?", dann würden sie wahrscheinlich sagen: "Im Moment eigentlich nicht, einzig dieses rotglühende Eisen, das uns da um den Schädel geschlagen wird." (Heiterkeit) Beim anderen Problem, das Sie angeschnitten haben, bei der Vorlage, die wir nächste Woche behandeln werden, schlage ich Ihnen ein Joint Venture vor: Behornte Kühe können Wölfe vertreiben. Dann haben Sie Ihr Wolfsproblem im Wallis gelöst. Arbeiten wir hier doch zusammen - Sie der Joint, ich das Venture. (Heiterkeit) Damit habe ich geschlossen.
Zur verfassungsästhetischen Debatte des von mir hochgeschätzten Kollegen Hefti möchte ich mich nicht äussern. Ich habe gesagt, dass ich Verfassungspatriot und Verfassungspraktiker bin. Ich habe kein Problem damit, wenn an einem Werkzeug auch Gebrauchsspuren festzustellen sind, sei das in Form von textlichen Dellen und Beulen. Ich habe damit kein Problem. Dass Sie das haben, ehrt Sie als Juristen.