Lexipedia

Fetz Anita · Ständerat · 2017-12-12

Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-12-12

Wortprotokoll

Ich verstehe das Anliegen der Standesinitiative sehr gut. Das eigentliche Ziel, nämlich die Stärkung des Bargelds, teile ich voll und ganz.

Aber - und da möchte ich beim Votum von Kollege Noser ansetzen - der Fokus ist nun mal eindeutig auf die Stückelung der Noten gelegt. Das nützt jetzt rein gar nichts bei der Verteidigung des Bargelds, geben Sie sich doch nicht dieser Illusion hin! Vielmehr ist es doch einfach so, dass man dann zwar die Stückelung beeinflussen kann, aber in keiner Art und Weise Trends aufhalten kann, wonach beispielsweise immer mehr Unternehmen nicht mehr bereit sind, Bargeld anzunehmen. Versuchen Sie einmal mit einer Tausendernote zu bezahlen. Gut, jetzt nicht grad beim Kiosk, aber auch wenn es um einen höheren Betrag geht, hat man ja schon das Problem, dass das abgenommen wird.

Ich bin eher der Ansicht, dass gerade jene, welche das Bargeld verteidigen wollen - ich gehöre zu diesen, wie Sie wissen, ich habe es schon einmal gesagt -, eine wirkliche Lösung suchen sollten. Mein Motto ist ja "Nur Bares ist Wahres"; ich gehöre also zu den 62 Prozent, die auch immer unabhängig sein und ihre "Nötli" haben wollen, ohne dass da irgendjemand Zugriff darauf hat. Ich möchte eine wirkliche Lösung für das drohende Problem. Es wird nämlich so weit kommen, dass immer weniger Bargeld entgegengenommen wird, Stückelung hin oder her. Das möchte Ihre WAK angehen; da müssen wir Lösungen finden.

Wenn Sie nun dieser Standesinitiative Folge geben, dann haben Sie rein gar nichts erreicht in Bezug auf den Schutz des Bargelds. Deshalb empfehle auch ich Ihnen, der Standesinitiative keine Folge zu geben. Sie will zwar das Richtige, zielt aber vollkommen am Punkt vorbei und fordert das Falsche.