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AB 230262

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2018-06-04

Wortprotokoll

Ältere Arbeitnehmende sind grundsätzlich den gleichen wirtschaftlichen Entwicklungen ausgesetzt wie die jüngeren. Betrachtet man die Zugänge bei der Stellensuche im Jahr 2017, so sieht man, dass sich diese bei den 50-Jährigen und Älteren sehr ähnlich auf die Branchen verteilen wie bei den 25- bis 49-Jährigen. Leicht häufiger waren Zugänge von älteren im Vergleich zu jüngeren Personen im verarbeitenden Gewerbe und im Bau.

Eine Benachteiligung von älteren Arbeitnehmenden in einzelnen Branchen oder Regionen bei Entlassungen lässt sich aus den Arbeitslosenzahlen nicht herauslesen. Vertiefte Analysen zum Entlassungsverhalten von Unternehmen nach detaillierten Unternehmensmerkmalen oder Regionen liegen nicht vor.

Der Bundesrat ist sich der Herausforderungen bewusst, welchen ältere Arbeitnehmende und Stellensuchende auf dem Arbeitsmarkt zum Teil gegenüberstehen. Deshalb wird ihnen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, indem sie beispielsweise für die Bedeutung der Arbeitsmarktfähigkeit sowie der ständigen Weiterbildung sensibilisiert werden.

In der mittlerweile zum vierten Mal durchgeführten nationalen Konferenz wurde das Thema ältere Arbeitnehmende auch mit den Verbundpartnern der Fachkräfte-Initiative diskutiert. Die Beschlüsse fliessen jeweils in die gemeinsame Schlusserklärung ein. Auch werden im Vorfeld dieser nationalen Konferenz jeweils Gespräche mit den Betroffenenorganisationen geführt. Anregungen fliessen dann in die nationale Konferenz ein.

Auch werden teilweise vertrauliche Einzelgespräche mit Direktbetroffenen geführt, um deren Anliegen aus erster Hand zu erfahren, sie zu verstehen und ihnen Ratschläge zu erteilen. Direktbetroffene, die sich mit Bürgerbriefen an den Bundesrat wenden, erhalten ausführliche Antworten, beispielsweise mit schriftlichen Empfehlungen, auf welchen Portalen offene Stellen zu finden sind.