Cassis Ignazio · Bundesrat · 2018-06-05
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2018-06-05
Wortprotokoll
Ich kann die Überlegungen, die hinter dieser Motion stehen, gut verstehen und nachvollziehen. Lassen Sie mich aber drei Gründe ausführen, weshalb diese Motion nicht im Interesse der Schweizer Aussenpolitik ist:
Erstens ist der Menschenrechtsrat für die Schweiz ein zentrales Instrument, mit dem sie sich für die Förderung der Menschenrechte einsetzt. Traktandum 7 ist Teil eines fragilen Kompromisses, der den Menschenrechtsrat seit Beginn vor über zehn Jahren zusammenhält. Die Schweiz hat aktiv zur Gründung des Menschenrechtsrates beigetragen. Sie setzte sich damals dafür ein, dass alle Ländersituationen unter demselben Traktandum der Tagesordnung behandelt werden. Sie stimmte dem Ergebnis der Verhandlungen aber zu. Der verhandelte Kompromiss widerspiegelt die verschiedenen Interessen der beteiligten Akteure. Er ist die Grundlage dafür, dass wir heute überhaupt einen Menschenrechtsrat haben. Die Aufhebung von Traktandum 7 würde diesen Kompromiss zur Schaffung des Rates infrage stellen. Eine Neuverhandlung des Kompromisses würde die Büchse der Pandora öffnen, und es würde eine Schwächung des Rates resultieren.
Das bringt mich zum zweiten Punkt. Es geht hier auch um das internationale Genf. Eine Schwächung des Menschenrechtsrates wäre auch eine Schwächung des internationalen Genf.
Der dritte Grund, warum die Motion abzulehnen ist, betrifft die uns darin zugedachte Rolle. Ein Engagement der Schweiz für die Abschaffung von Traktandum 7 würde uns in weiten Kreisen isolieren. Die USA haben für ihre Forderung, dieses Traktandum abzuschaffen, bisher keine Unterstützung bekommen, auch nicht in Europa und von traditionellen Partnerstaaten.
Permettez-moi d'ajouter quelques éléments. La Suisse s'engage au sein du Conseil des droits de l'homme de l'ONU, y compris au point 7 de l'ordre du jour, de manière factuelle et impartiale en faveur du respect des droits de l'homme et du droit international humanitaire. Au cours des sept dernières sessions, la Suisse a pris la parole une fois au point 7 de l'ordre du jour. Elle continuera à ne pas prendre la parole de manière systématique à l'avenir et décidera de le faire en fonction du contexte. Lorsque la Suisse prend la parole, elle le fait de manière nuancée. Elle s'engage alors contre une critique infondée ou déséquilibrée d'Israël. Elle exprime avant tout son inquiétude vis-à-vis des violations des droits de l'homme et du droit international humanitaire par l'ensemble des parties au conflit, les Israéliens comme les Palestiniens. Les relations bilatérales avec Israël sont très bonnes et nous souhaitons les approfondir encore plus.
Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral recommande de rejeter la motion.