Glarner Andreas · Nationalrat · 2018-09-11
Glarner Andreas · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2018-09-11
Wortprotokoll
Namens der Minderheit möchte ich Ihnen beliebt machen, dieser parlamentarischen Initiative Folge zu geben. Was will denn Kollege Zanetti? Er will, dass keine Einbürgerungen ohne zweifelsfrei geklärte Identität stattfinden. Ja, ist es denn nicht die logischste Sache der Welt, dass man weiss, woher man kommt, und dass wir, die wir über eine Einbürgerung zu befinden haben, wissen, woher jemand kommt? Ja, ist es wirklich normal, dass wir uns z. B. von einer Person, die angeblich an Leib und Leben bedroht ist, weismachen lassen, sie wisse nicht, woher sie kommt? Bringen wir es tatsächlich fertig, diese Person, die in aller Regel schon den Asylstatus erschlichen hat, dann auch noch mit einer Einbürgerung zu belohnen?
Erklären Sie das bitte dem Mann und der Frau auf der Strasse. Haben nicht gerade dieser Mann und diese Frau auf der Strasse, unser Stimmbürger, unsere Stimmbürgerin, die über eine Einbürgerung bestimmen dürfen, den Anspruch zu wissen, woher die einzubürgernde Person kommt? Wir haben doch das Recht zu wissen, mit wem wir als Schweizer und Schweizerinnen künftig zusammenleben. Wenn die Staatsangehörigkeit ungeklärt ist, dann heisst das doch in der Regel nichts anderes, als dass die vom Helfersyndrom beseelten Mitarbeiter des SEM oder wer auch immer ihren Job nicht gemacht haben, vor allem aber, dass der Gesuchsteller einen mangelnden Willen zur Mitwirkung an den Tag gelegt hat.
Es geht um die Einbürgerung, nicht um eine temporäre Aufnahme. Wenn jemand Schweizer oder Schweizerin werden will, so soll er oder sie doch beweisen müssen, woher er oder sie kommt.
In diesem Sinne bitte ich Sie im Namen der Minderheit um Unterstützung dieses Anliegens.