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Sommaruga Simonetta · Bundesrat · 2018-09-24

Sommaruga Simonetta · Bundesrat · Bern · 2018-09-24

Wortprotokoll

Die Studie, die Sie, Herr Nationalrat Tuena, zitieren, ist eine Studie der Universität St. Gallen, die ich gerade bei mir habe. Sie wurde im Rahmen des Postulates Noser 14.3388 erstellt, und ich kann Ihnen gerne aus der Studie vorlesen. Was Sie nämlich nicht können, ist aus 144 Seiten beliebig etwas herauspicken, das Ihnen vielleicht entgegenkommt.

Gemäss Auftrag sollte mit dieser Studie überprüft werden, ob das Lohngleichheits-Analyseinstrument des Bundes seinen Auftrag erfüllt, nämlich ob man mit diesem Instrument die unerklärbaren Lohnunterschiede von den erklärbaren Lohnunterschieden, die es selbstverständlich in jedem Unternehmen gibt, abtrennen kann. Diese Studie hat untersucht, ob dieses Analyseinstrument den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Sie kommt zum Schluss, dass die statistische Methode, die für das Standardanalysemodell des Bundes eingesetzt wird, dem Stand der Wissenschaft entspricht. Die Studie sagt, dass die bislang verwendeten Faktoren - jene, die bis heute zur Rechtfertigung von Lohnunterschieden dienen - geeignet seien und beibehalten werden sollten. Hingegen schreibt die Studie, die im Postulat Noser 14.3388 genannten zusätzlichen Faktoren seien "nicht geeignet", um in das Standardanalysemodell aufgenommen zu werden usw. Das steht im Executive Summary und in der Zusammenfassung der Studie.

Was Sie hier jetzt plötzlich als zusätzlichen Faktor hineinnehmen, wurde - ich habe es Ihnen vorhin erklärt - bereits in dieser Studie untersucht. Die Studie kommt aber zum Schluss: Nein, man sollte nicht zusätzliche Faktoren hineinnehmen, weil sie nicht mehr Klarheit bringen und nur Aufwand erzeugen. Sie sagt auch, dass die bisherigen Faktoren, die im Analysemodell verwendet werden, wissenschaftlichen Kriterien standhalten. Das sagt diese Studie der Universität St. Gallen.