Rösti Albert · Nationalrat · 2018-09-26
Rösti Albert · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2018-09-26
Wortprotokoll
Ich vertrete hier die Minderheit, die für eine Ablehnung dieser Harmonisierung plädiert. Wir sind klar der Auffassung, dass es einmal mehr dem föderalistischen Gedankengut widerspricht, das Stipendienwesen zu harmonisieren. Ich glaube, wir können das, wie die meisten Grundsätze im Ausbildungsbereich, den Kantonen überlassen. Zudem wissen wir, dass eine Harmonisierung in der Regel zu einer Erhöhung führt - man richtet sich nicht nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern nach dem höchsten gemeinsamen Nenner. Wir haben doch in den Kantonen in der Regel genügend Instrumente, um das Stipendienwesen sicherzustellen. Es ist zwar etwas lange her, aber ich habe selbst gute Erfahrungen gemacht. Ich selbst erhielt zwar keine Stipendien, weil ich die Kriterien nicht erfüllte, konnte aber dann mit Darlehen eine Lösung finden.
Ich glaube, wir sollten das einmal mehr aufgrund der allgemeinen Mentalität, alles durch den Bund finanzieren lassen zu wollen und damit nicht nur den Föderalismus, sondern auch die Eigenverantwortung seitens der Studierenden zu gefährden, nicht weiterverfolgen. Deshalb bitte ich Sie, meiner Minderheit zuzustimmen. Die Kantone machen das gut, und sie können das im Rahmen ihrer Zuständigkeiten durch ihre Parlamente entsprechend den Bedürfnissen aus den Regionen regeln.