Cassis Ignazio · Bundesrat · 2018-09-27
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2018-09-27
Wortprotokoll
Danke, Herr Köppel, ich blende es überhaupt nicht aus. Es entspricht einfach nicht der Realität. Aber die Realität ist das, was man mit den eigenen Augen sehen und mit den eigenen Ohren hören will. Das ist menschlich, das ist absolut normal. Wir sind einfach in einer Situation, wo wir ein Interesse daran haben, diese Verträge, von welchen ich vorhin gesprochen habe, zu konsolidieren.
Nehmen Sie an, dass Sie 200 Millionen Franken haben, die Sie in der Schweiz investieren wollen, und Sie wollen in die Maschinenindustrie investieren und Maschinen produzieren. Jetzt ist die Frage: Würden Sie es tun, wenn Sie unsicher wären, ob Sie Zugang zum Binnenmarkt mit 500 Millionen Personen haben werden? Sie wissen zwar, dass Sie selbstverständlich auch nach China, Japan usw. exportieren können. Nur, mit der EU haben wir rein gütermässig pro Werktag 1 Milliarde Franken Handelsaustausch, das heisst, während dieser vierstündigen Debatte sind es Dutzende Millionen Franken. Mit Indonesien, das 280 Millionen Einwohner hat, haben wir pro Jahr 1 Milliarde Franken Handelsaustausch. Wir hoffen, durch die Freihandelsabkommen überall in der Welt weitere Marktzugänge zu erhalten. Deshalb haben wir auch mit China ein solches Abkommen geschlossen, und deshalb versuchen wir jetzt, mit Indonesien, Malaysia, Indien und anderen Staaten solche Abkommen abzuschliessen. Aber es wird Generationen brauchen, zehn, fünfzehn [PAGE 1688] Generationen, bis diese Destinationen für unsere Exportwirtschaft gleichwertig zur EU sind, mit deren Mitgliedländern wir seit Generationen einen Handelsaustausch pflegen.