Aeschi Thomas · Nationalrat · 2018-09-27
Aeschi Thomas · Nationalrat · Zug · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2018-09-27
Wortprotokoll
Sie sehen, wie beim Thema EU alles gemacht wird, damit alle zu Wort kommen. Wir befinden uns in der Mittagspause. Ich finde es richtig und wichtig, dass wir weiterdiskutieren.
Ich bin sowieso gegen die Redezeitbeschränkungen. Wir verkommen hier zu einem überregulierten Parlament, in dem jeder nur noch zwei bis drei Minuten sprechen darf, statt dass wir eine richtige Debatte führen können. Sie sehen: Jetzt hören die Leute zu, jetzt ist Ruhe im Saal - weil wir eben eine richtige Debatte führen.
Sonst, wenn alles vorgegeben ist und jeder schon Stunden im Voraus weiss, wie viele Minuten er sprechen darf, kommt gar keine Debatte mehr auf. Jeder kommt hier nach vorne und liest seinen vorgeschriebenen Text ab. Es kam ja auch schon vor, dass zwei den gleichen Text vorlasen, weil der eine nicht einmal zugehört hat, was der andere gesagt hat. Das ist das Problem in unserem Parlament! Ich bin für mehr Redezeit, für wieder mehr Freiheit und Selbstbestimmung auch hier in diesem Saal!
Leider haben wir einen Generalsekretär, der uns immer mehr die Redezeit einschränken will. Dagegen wehren wir uns entschieden! (Teilweise Heiterkeit)