Brand Heinz · Nationalrat · 2018-11-26
Brand Heinz · Nationalrat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2018-11-26
Wortprotokoll
Frau Kollegin Graf, besten Dank für Ihre Fragen. Ich komme gerne darauf zurück. Ich habe ja in meinen Ausführungen bereits gesagt, dass dieses Franchisenhüpfen kein Massenphänomen ist, sondern zugegebenermassen - Sie erwähnten jetzt wieder die Zahl von 0,17 Prozent aller Versicherten - eine gesamthaft betrachtet bescheidene Anzahl von Personen beschlägt. Aber ich möchte Sie darauf hinweisen, dass der Spardruck in der obligatorischen Krankenversicherung enorm ist. Wir sollten deshalb jede Massnahme nutzen, um Einsparungen vorzunehmen. Ob diese 5 Millionen Franken betragen, wie Sie es erwähnt haben, oder ob sie, wie das von anderen Fachleuten beziffert wird, höher sind, sei dahingestellt. Für mich sind alleine 5 Millionen Franken schon ein Betrag, den es sinnvollerweise einzusparen gilt.
Was den administrativen Mehraufwand anbelangt, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass genau diese jährliche Wechseloption mit einem enormen Verwaltungsaufwand verbunden ist. Wenn wir hier bei den Wechseloptionen Einschränkungen vornehmen, ist das eben auch mit einer Reduktion des Verwaltungsaufwandes verbunden. Das ist nach meinem Dafürhalten nebst den Kosteneinsparungen eine weitere positive Folge dieser Beschränkungen.
Zusammenfassend gesagt: Ich bin keineswegs der Auffassung, dass man hier mit Kanonen auf Spatzen schiesst, sondern ich bin der Auffassung, dass man hier eine Möglichkeit wählt, Kosten einzusparen. Diese Möglichkeit sollte man nutzen.