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Tuena Mauro · Nationalrat · 2018-12-03

Tuena Mauro · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2018-12-03

Wortprotokoll

Wir haben vorhin von Frau Kollegin Munz gehört, dass Frauen 7,4 Prozent weniger verdienen. Man muss vielleicht noch schnell erwähnen, woher diese 7,4 Prozent kommen. Sie kommen aus einer Studie, welche das Gleichstellungsbüro des Bundes erarbeitet hat.

Dieses Parlament, Sie wissen es, wir haben es schon in der Grundsatzdebatte gesagt, hat diese Studie durch die HSG überprüfen lassen. Die HSG kommt zum Schluss, dass in dieser Studie ein wesentlicher Faktor schlicht und einfach vergessen gegangen ist - ob absichtlich oder nicht, wissen wir nicht -, nämlich die Berufserfahrung. Da muss ich Ihnen schon sagen: Wenn man aufgrund einer solchen Studie ein solches Bürokratiemonster wie diese Lohngleichheitsanalyse einführt, ist das für die SVP-Fraktion schleierhaft. [PAGE 1918]

Heute geht es aber um eine einzige Differenz zwischen dem Ständerat und dem Nationalrat; wir haben es vorhin gehört. Der Ständerat will von 100 oder mehr Arbeitnehmenden ausgehen, der Nationalrat von 100 oder mehr Vollzeitstellen. Die SVP-Fraktion beantragt Ihnen, den 100 oder mehr Vollzeitstellen zuzustimmen. Dabei geht es nicht um ein Bürokratiemonster, Kollegin Munz. Es geht um einen klaren Faktor, auf den sich die Unternehmen berufen können.

Die Konsequenz, und ich glaube, das ist genau das, was Sie nicht wollen, wäre, dass die Unternehmer kommen und sagen: Wir werden in Zukunft weniger Teilzeitstellen anbieten als bis anhin. Denn sie sagen: Ansonsten komme ich auf die Zahl, ab welcher ich diese komplexe und komplizierte Lohnanalyse durchführen muss. Ich bin fest der Überzeugung, dass Sie genau das schlussendlich nicht wollen.

Ich bitte Sie aus diesen Gründen, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten und bei diesen 100 und mehr Vollzeitstellen zu bleiben. Dann wissen die Unternehmen auch in Zukunft, dass sie ein genaues Mass haben, mit dem sie rechnen können.