von Siebenthal Erich · Nationalrat · 2019-03-13
von Siebenthal Erich · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2019-03-13
Wortprotokoll
Was will die parlamentarische Initiative Addor? Sie will, dass mit den durch die Armee zur Verfügung gestellten seelsorgerischen Diensten ausschliesslich evangelisch-reformierte, römisch-katholische und christkatholische Seelsorgerinnen und Seelsorger betraut werden.
Das mag auf den ersten Blick vielleicht etwas erstaunen. Hier geht es aber um die veränderte Situation und Entwicklung der letzten Jahre, also um die Frage, welchen Einfluss das Flüchtlingsaufkommen auf die Schweiz und insbesondere auf die Armee hat. Ich möchte hier festhalten, dass diese wichtige Arbeit bis heute von den Armeeseelsorgern mit sehr viel Engagement gemacht wurde, und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Dass die Zeit nicht stillsteht, hat uns die weltweit veränderte Situation der letzten Jahre klar vor Augen geführt. Vor dieser Entwicklung dürfen wir die Augen nicht verschliessen. Wir sehen es beim Nachbarn Deutschland, wo gerade grundsätzlich die Diskussion zur Frage geführt wird, wie man dem extremen Islam begegnen soll. Diese über 4 Millionen Menschen werden zunehmend sichtbar in der Öffentlichkeit, auch wenn nur ein kleiner Teil davon extrem sein wird. Aber diese Ungewissheit gibt zunehmend Anlass zur Sorge.
Jetzt könnte man sagen, unsere Armee sei da nicht betroffen. Und doch: Diese Menschen können sich auch dort, wie in der Wirtschaft, über Jahre hinweg eingliedern. Und plötzlich kann es Probleme geben. Die Armeeseelsorger der herkömmlichen Kirchen haben als Grundlage die Bibel, und diese hat nicht dieselbe Zielsetzung wie der Koran. Das müssen wir einmal zur Kenntnis nehmen. Das Ziel des Islams ist klar die Weltherrschaft, mit seinem Rechtssystem, auch wenn man das nicht gerne hört. Es ist die Realität. Weltweit gibt es leider viele Beispiele, bei denen diese Strategie angewendet wird. Auch in unserem Land macht sich die Bevölkerung zunehmend Sorgen über diese Entwicklung. Somit ist es ein berechtigtes Anliegen, da sie auch schleichend in der Armee stattfinden kann.
Damit noch weitere Abklärungen gemacht und diese Risiken wirklich geprüft werden, bitte ich Sie im Namen der Minderheit, der Initiative Folge zu geben.