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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2019-03-18

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2019-03-18

Wortprotokoll

Da parte mia ho detto l'essenziale nel mio intervento di entrata in materia. Ora mi limito semplicemente a dire che ci sono varie richieste di condizionare il credito di 1,3 miliardi di franchi a determinate aspettative, che siano il programma Horizon Europe, Erasmus, l'equivalenza borsistica o altre cose. Lo sbaglio che farebbe a mio avviso il vostro Consiglio condizionando queste cose sarebbe proprio quello di voler creare un legame giuridico tra elementi che non hanno nessun legame giuridico.

Diese rechtliche Verknüpfung ist einfach falsch. Es ist nicht so, dass wir, weil die Europäische Union bei der Börsenäquivalenz Repressalien ergreift, mit der gleichen Sprache antworten müssen. Mir scheint es wirklich, und der Bundesrat ist auch dieser Meinung, dass wir weiterhin auf unserer Linie und glaubwürdig bleiben und einen autonomen Beitrag ohne rechtliche Verknüpfung mit anderen politischen Erwartungen leisten sollten.

Natürlich sind wir nicht blind. Wir beurteilen, wie man so sagt, kontinuierlich die Grosswetterlage zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Aber das ist die politische Grosswetterlage und nicht eine rechtliche Verbindung, die man in ein Gesetz hineinschreibt.

Noch ein kurzes Wort zu den beiden Minderheiten Sommaruga Carlo, die selbstverständlich ihre Gültigkeit im materiellen Sinn haben: Es ist ja klar, dass wir für das Respektieren der Rechtsstaatlichkeit sind.

Nous sommes pour le respect de l'Etat de droit, contre la corruption, pour le respect des droits de l'homme: signes que nous sommes en faveur de ces valeurs. Mais nous estimons qu'il n'est pas nécessaire d'écrire cela dans cette loi qui est une loi pour un crédit-cadre. Il est évident qu'il y a suffisamment de bases légales en Suisse pour faire respecter ces principes; je vous ai expliqué lors du débat d'entrée en matière que ces projets vont être accompagnés de manière personnalisée par des collaborateurs suisses. Ces projets seront donc en tout temps sous le contrôle de la Suisse. C'est pour cette raison que, au nom du Conseil fédéral, je vous invite aussi à ne pas suivre ces minorités.

Pour finir, j'aimerais dire deux mots sur la version du Conseil des Etats.

Der Ständerat hat seinen Entscheid beinahe einstimmig gefällt. Mit diesem Entscheid hat er auch eine Bedingung eingeführt, jedoch eine relativ vage Bedingung. Der Ständerat sagt, dass Verpflichtungen nicht eingegangen werden, wenn und solange die EU diskriminierende Massnahmen gegen die Schweiz erlässt. Der Ständerat hat also zwei Worte beschlossen - "wenn" und "solange" -, die ausgelegt werden müssen. Es wird Sache des Bundesrates sein, das auszulegen. Der Bundesrat hat in der Debatte im Ständerat gesagt, er könne damit leben. Es handelt sich um eine allgemeine Bedingung, die interpretierbar ist. Wenn der Ständerat das so will, kann der Bundesrat damit leben, obwohl wir auch dort ganz klar gesagt haben, die Interpretation sei natürlich ziemlich subjektiv. "Wenn" und "solange" öffnen eine Reihe von Fragen, die nicht a priori zu beantworten sind.

Demzufolge beantrage ich Ihnen, bei der bundesrätlichen Version zu bleiben.