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Vonlanthen Beat · Ständerat · 2019-03-21

Vonlanthen Beat · Ständerat · Freiburg · CVP-Fraktion · 2019-03-21

Wortprotokoll

La diversité culturelle et le multilinguisme appartiennent aux racines de la Suisse. Par rapport à d'autres pays, les questions liées à l'apprentissage des langues revêtent chez nous une importance particulière dans le sens où elles sont intimement liées à la cohésion nationale et favorisent, au sens large du terme, la compréhension entre les différentes régions de notre pays.

Dans ce contexte, je remercie la commission pour son analyse approfondie de la motion. Je prends note, avec intérêt, des conclusions de cet examen préalable. Je suis heureux de constater que la commission soutient, selon son rapport, l'objectif de la motion, qui vise à renforcer l'encouragement de modèles d'enseignement dans deux langues nationales. La voie préconisée est de faire valoir ces éléments lors de l'examen, notamment, du message culture 2021-2024.

Cela étant, j'aimerais prendre connaissance, avant de décider d'un éventuel retrait de ma motion, des mesures prévues dans ce cadre pour soutenir les cantons dans le domaine de l'enseignement par immersion. Je me permets dès lors de demander à Monsieur le conseiller fédéral Berset s'il est prêt à donner un signal clair en faveur d'un soutien conséquent de la Confédération à l'enseignement dans deux langues nationales.

Eine stärkere Förderung des Immersionsunterrichts in den Landessprachen, wie sie die Motion verlangt, ist namentlich aus folgenden drei Gründen angebracht:

1.[NB]Die Unterstützung des Bundes sollte dem Engagement der Kantone noch besser gerecht werden. Gemäss Bundesverfassung ist die Förderung der Verständigung und des Austausches zwischen den Sprachregionen eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Kantonen. Auf der Grundlage des Sprachengesetzes und der Kulturbotschaft unterstützt der Bund im Wesentlichen Projekte zur Förderung der Zweisprachigkeit und zweisprachige Unterrichtsmodelle, die dem Schutz des Italienischen dienen. Die projektbezogene Unterstützung erfolgt auf der Grundlage von Artikel 21 des Sprachengesetzes, das sich explizit auf die mehrsprachigen Kantone Bern, Freiburg, Graubünden und Wallis bezieht. In der laufenden Programmperiode wurden die verfügbaren Mittel des Bundes allerdings deutlich gekürzt. Der Kanton Bern [PAGE 227] beispielsweise erhielt im letzten Jahr noch 245[NB]000 Franken, während es in der vorangegangenen Förderperiode jährlich 450[NB]000 Franken waren - eine Reduktion um fast die Hälfte. Ähnliches gilt für die anderen mehrsprachigen Kantone. Alle Kantone, die gemäss Sprachengesetz nicht als mehrsprachig gelten, erhalten in der Regel gar keine Unterstützung für zweisprachige Unterrichtsmodelle in den Landessprachen, auch wenn sie solche durchführen und teilweise bedeutende Ressourcen dafür aufwenden.

Die einzige Ausnahme stellt, wie schon erwähnt, die punktuelle Förderung des Italienischen dar, die 2016 in bescheidenem Rahmen zum ersten Mal erfolgte. Es besteht daher derzeit ein markantes Ungleichgewicht zwischen dem Engagement der Kantone und der Unterstützung des Bundes. Zweisprachige Unterrichtsmodelle in den Landessprachen existieren derzeit in nicht weniger als 14 Kantonen.

2.[NB]Der Immersionsunterricht ist ein Zukunftsmodell. Obschon der Immersionsunterricht in den Landessprachen im Sprachengesetz nicht ausdrücklich erwähnt wird, handelt es sich um ein Zukunftsmodell, dessen Bedeutung in den letzten Jahren zugenommen hat. Im Kanton Freiburg bieten beispielsweise bereits 18 Orientierungsschulen und 9 Primarschulen in über hundert Klassen Immersionsunterricht an. In Zusammenarbeit mit dem Kanton führte die Stadt Bern im letzten Jahr die sogenannten Classes bilingues de la Ville de Berne ein, die sowohl den Kindergarten als auch die Primarstufen umfassen. Beim bereits vor acht Jahren eingeführten ähnlichen Modell in Biel ist die Nachfrage derzeit ungefähr doppelt so gross wie das Angebot.

Einsprachige Kantone wie Zürich und Genf bieten seit Jahren erfolgreich zweisprachige Unterrichtsmodelle auf der Sekundarstufe II an. Angesichts seiner verfassungsmässigen Verantwortung und der Ziele seiner Sprachenpolitik hat der Bund ein eminentes Interesse daran, dass die Kantone dieses Engagement weiterführen und entsprechend der wachsenden Nachfrage ausbauen. Auch vor diesem Hintergrund scheint mir ein politisches Signal in Richtung eines grösseren Engagements des Bundes angebracht zu sein.

3.[NB]Immersionsunterricht und Austauschprogramme ergänzen einander und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. In seiner Sitzung vom 14. Dezember 2018 beschloss der Bundesrat, Austauschaktivitäten zwischen den Sprachregionen verstärkt zu fördern und im Rahmen der Kulturbotschaft 2021-2024 ein Programm für Lehrpersonen entwickeln zu lassen. Auch die Kommission spricht sich in ihrem Bericht für die verstärkte Förderung von Schüler- und Lehrermobilität aus; Frau Seydoux hat das ja sehr ausführlich dargelegt.

Diese Initiativen sind ohne Zweifel sehr wichtig und leisten einen grundlegenden Beitrag zur Verständigung unter den sprachlichen und kulturellen Gemeinschaften. Es scheint mir aber falsch zu sein, den Immersionsunterricht und die Austauschprogramme gegeneinander auszuspielen. Beide nutzen auf ihre Weise das Potenzial und die Chancen, die sich aus der Mehrsprachigkeit unseres Landes ergeben, und stärken somit auch den nationalen Zusammenhalt. Gleichzeitig möchte ich festhalten, dass schulische Austauschprojekte, anders als der Immersionsunterricht, nur punktuell und zeitlich sehr begrenzt durchführbar sind. Zweisprachige Unterrichtsmodelle wie beispielsweise die bereits erwähnten Classes bilingues in Biel und Bern erreichen eine Nachhaltigkeit, die in diesem Masse anders nicht zu erreichen ist.

Wenn Bundesrat und Parlament in ihrer Sprachenpolitik konsequent sein wollen, müssen sie daher die in den Kantonen breit verankerten zweisprachigen Unterrichtsmodelle in den Landessprachen ebenso berücksichtigen und fördern wie Austauschprogramme.

En conclusion, chers collègues, en matière de plurilinguisme, la Suisse fait bien, mais elle peut faire encore mieux. L'enseignement des langues nationales par immersion est un modèle d'avenir qui rencontre un succès croissant. Dès lors, un rejet pur et simple de la motion serait à mon sens un message politique erroné, notamment vis-à-vis des cantons qui s'engagent depuis des années de manière remarquable pour l'enseignement et la promotion de nos langues nationales.