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Aebi Andreas · Nationalrat · 2019-03-21

Aebi Andreas · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2019-03-21

Wortprotokoll

Palmöl ist ein schwieriges, ein höchst sensibles Thema, auch für mich als Landwirt. Machen wir eine kleine Auslegeordnung. Die Standesinitiativen Genf und Thurgau möchten Palmöl von den Abkommen mit Indonesien und Malaysia ausschliessen; mit Indonesien haben wir ja bereits ein paraphiertes, von uns noch nicht genehmigtes Abkommen, dort sind wir bereits einen Schritt weiter. Es gibt ausserdem eine ständerätliche Motion, die Palmöl nicht kategorisch ausschliessen will, keine Konzessionen macht, bei zukünftigen Abkommen gleich weiterfahren möchte wie bei Indonesien und klare Nachhaltigkeitsstandards haben will.

Das beste Öl dieser Welt ist das Schweizer Rapsöl, da hat Herr Molina Recht. Das Problem ist aber, dass die Produktion von Schweizer Rapsöl nur 27 Prozent der Ölversorgung der Schweiz gewährleisten kann. Der Rest ist anderes Öl. Unsere Flächen sind nicht einfach da, wir haben Stilllegungsflächen für die Ökologie und so weiter, das nimmt uns Flächen für Rapsöl weg. Was ich zuletzt möchte, ist, einem Abkommen zuzustimmen, das unser einheimisches Rapsöl konkurrenziert. Es ist gelungen, mit Indonesien ein Abkommen mit einem Dreistufenplan abzuschliessen, das unsere einheimische Produktion nicht konkurrenzieren wird. Ich bin überrascht, wie gut verhandelt wurde. Selbst der Schweizer Bauernverband sagt, es sei okay, wie verhandelt wurde.

An meine Kolleginnen und Kollegen von der linken Seite: Ich bin der Erste, der mithilft, diese Nachhaltigkeitsstandards zu kontrollieren. Meine erste Reise als APK-Präsident machte ich nach Kolumbien, um dort Nachhaltigkeitsstandards zu kontrollieren. Kontrolle ist das eine, sie immer weiterzuführen und zu hinterfragen ist das andere, und darauf müssen wir uns konzentrieren.

Darum bitte ich Sie, der ständerätlichen Motion zuzustimmen und den zwei Standesinitiativen keine Folge zu geben.