Bäumle Martin · Nationalrat · 2019-05-08
Bäumle Martin · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion · 2019-05-08
Wortprotokoll
Schauen Sie, man kann nicht einfach sagen, die Herdenhundgeschichte funktioniere nicht. Dass es nicht einfach ist, ist allen bewusst. Es ist auch nicht so, dass wir kein Verständnis hätten für die Problematik. Darum stehen wir auch dazu, dass wir in Einzelfällen bei Problemtieren bereit sind, Lockerungen in Kauf zu nehmen, aber nicht diese Generalisierung, die Sie in diesem Gesetz beschliessen.
Es ist eine Güterabwägung. Die geschützten Tiere haben aus meiner Sicht ein Existenzrecht in unserem Land, genauso, wie die Schafhalter auch ein Anrecht haben, dass man Massnahmen trifft zu ihrem Schutz. Das war bisher eine Güterabwägung, die meines Erachtens nicht schlecht gemacht wurde. Heute versuchen Sie dieses Gesetz einfach in eine Richtung zu drehen und absolute Prioritäten zu setzen. Es gibt hier im Saal auch Leute, die ganz deutlich sagen, was ihr Ziel ist. Sie wollen den Wolf und auch andere Tiere ausrotten. Ich höre das leider von einzelnen Leuten, und das gefällt mir nicht. Problemtiere entfernen: ja; ausrotten: nein.