Schmid Martin · Ständerat · 2019-12-05
Schmid Martin · Ständerat · Graubünden · FDP-Liberale Fraktion · 2019-12-05
Wortprotokoll
Mit der vorliegenden Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, das Holzenergiepotenzial und damit die Energieressource Holz auszuschöpfen. Insbesondere sollen Auflagen und Bedingungen die Weiterentwicklung der Holznutzung nicht behindern. Das Potenzial der Holzwärmeverbünde und der Holzstromproduktion sei voranzutreiben. Der Motionär, Nationalrat von Siebenthal, wies darauf hin, dass die Holzenergie die zweitwichtigste einheimische Energieressource sei und es darum gehe, das Holzenergiepotenzial noch besser auszuschöpfen und damit die Holzenergie auch besser zu nutzen. Der Energieholzverbrauch könne in der Schweiz problemlos verdoppelt werden, ohne die Wälder zu übernutzen. Eine Nutzung in einem nachhaltigen Sinne sei also möglich. Dazu komme, dass der Schweizer Wald heute massiv unternutzt sei.
Wir haben auch im Rahmen des CO2-Gesetzes über die Holznutzung diskutiert und dort die Senkenleistung angesprochen und gesetzlich geregelt. Der Bundesrat selbst ist ebenso für die Annahme der Motion wie auch die einstimmige Kommission. Wir sind der Meinung, dass eben die Holzenergie besser genutzt werden kann und diesbezüglich gewisse Auflagen und Bedingungen zu überprüfen sind, um dieses Potenzial auch im Rahmen der Energiestrategie 2050 zu nutzen.
Nach Auffassung der Kommission ist die Nutzung von Energieholz vor allem im Bereich der Prozesswärme auch in der Industrie - das könnten die Milchverarbeitung oder Backprozesse sein, wie wir dort eruieren konnten - und in Kombination mit der Wärme-Kraft-Koppelung effektiv. Insoweit gibt es überhaupt nichts beizufügen. Die Motion nimmt die richtige Stossrichtung auf. Die Kommission hat einzig einen gewissen Vorbehalt bei der Holzstromproduktion angebracht, was die Effektivität betrifft. Das wird dann im Rahmen der Umsetzung zu prüfen sein.
Die einstimmige Kommission und auch der Bundesrat unterstützen die Annahme der Motion.