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preparatory:AB 271547

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2020-10-30

Wortprotokoll

Natürlich kann man Schätzungen machen, was diese Marge von 0,75 Prozent bedeutet. Dann müsste man aber insbesondere den Aufwand der Banken kennen, die diese Arbeit verrichten. Wenn sie 135[NB]000 Konten führen - jährlich verbuchen, Mahnungen ausstellen, weil die Zahlungen nicht erfolgen, vielleicht zweimal mahnen müssen, Gespräche führen, beraten -, dann ist das ein relativ grosser Aufwand. Bezogen auf den einzelnen Kredit stehen der Bank dazu knapp 300 Franken pro Jahr zur Verfügung. Jetzt können Sie rechnen: Pro Kredit können höchstens etwa 2,5 bis 3 Stunden eingesetzt werden, um diese Arbeit zu erledigen - das ist wahrscheinlich noch schnell erreicht. Die Banken werden da also nicht reich.

Eine Vollkostenrechnung würde heissen, dass die Banken eine Kostenrechnung darüber führen müssten, welchen Aufwand sie für die Betreuung dieser Kredite betreiben. Diese müsste dann mit den Zinsen verglichen werden. Die Zinsen können sich aber ändern. Es ist nicht in jedem Fall so, dass die Marge voll zu 0,75 Prozent zur Verfügung steht, weil die Bank vielleicht noch andere Geschäfte hat. Wir bleiben also bei Ungenauigkeiten. Ich glaube nicht, dass wir hier mehr Genauigkeit erreichen würden.

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