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Herzog Eva · Ständerat · 2020-12-07

Herzog Eva · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-12-07

Wortprotokoll

Die wichtigsten Argumente der Minderheit hat Ihnen der Präsident unserer Kommission bereits erklärt. Ich möchte dem noch etwas anfügen: Ich möchte noch einmal sagen, dass es um eine Einsparung von 8 Millionen Franken geht, die man hier machen könnte, und ich bitte Sie, das zu tun. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass es in der heutigen Zeit nicht zumutbar ist, sich eine solche Vignette online zu kaufen. Es geht ja nur um die Vignette im Ausland; an der Grenze zur Schweiz gibt es immer noch die Möglichkeit - wenn man es noch nicht online gemacht hat -, sie physisch zu kaufen.

Was ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, ist ein Beitrag auf der Frontseite der heutigen "Neuen Zürcher Zeitung": "Keine Branche leidet wohl so sehr unter der Corona-Pandemie wie der Tourismus. Airlines lassen ihre Maschinen am Boden, Flughäfen sind verwaist, Stadthotels müssen schliessen, Reisebüros bangen um ihre Existenz. Aber es gibt auch Akteure, die zuversichtlich in die Zukunft blicken. Zu ihnen gehören digitale Buchungsplattformen. 'Wir werden aus der Krise heraussprinten', erklärt Johannes Reck, der Mitgründer und Chef von Getyourguide." Weiter unten im Artikel sagt Herr Reck, der Tourismus werde nach der Pandemie viel technologischer und digitaler sein. Schon jetzt sehe man, dass sich das Verhalten der Menschen ändere. 80 Prozent der Buchungen auf ihrem Portal würden neuerdings über das Smartphone getätigt, vor der Krise seien es nur 40 Prozent gewesen. Ich fand, das passe sehr gut zu meiner absoluten Überzeugung, dass ein Online-Kauf keine Zumutung ist. Wir können auf Dauer nicht alle herkömmlichen Wege und die digitalen Wege bedienen, das können wir auch gar nicht finanzieren. Es ist zumutbar, die Vignette im Ausland nur noch auf dem Online-Weg beziehen zu können.

Ich bitte Sie, hier der Minderheit zu folgen und diese 8 Millionen Franken besser einzusetzen.