Aebi Andreas · Nationalrat · 2021-05-31
Aebi Andreas · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-05-31
Wortprotokoll
Wir kommen nun zu einer Verabschiedung, nämlich zur Verabschiedung unseres langjährigen Kollegen Mathias Reynard.
Mathias Reynard ist seit 2011 Mitglied unseres Rates. Er war damals mit 24 Jahren der jüngste gewählte Nationalrat. Bereits zuvor war er politisch aktiv als Präsident der Jungen SP Unterwallis und als ebenfalls jüngster Walliser Grossrat. Zur Eröffnung der neuen Legislatur hielt er 2011 eine viel beachtete Rede. Die Politik müsse das Ziel haben, das Leben der Bevölkerung zu verbessern, sonst mache sie keinen Sinn, hielt er fest, und er formulierte seinen Traum einer solidarischen Schweiz, die niemanden im Stich lässt. Mathias Reynard beliess es nicht beim Traum. Mit grosser Energie machte er sich ans Werk, um seine Ziele in der parlamentarischen Arbeit umzusetzen. Er wirkte in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, die er derzeit auch präsidiert, weiter in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie sowie in der Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der Frankofonie.
Als Sekundarschullehrer in seiner Heimatgemeinde Savièse kennt er die Anliegen der jungen Menschen. Die Berufsbildung und generell ein gutes Bildungssystem sind denn auch ein wichtiges Thema seiner Politik. Als Gewerkschafter und Präsident des Walliser Gewerkschaftsbundes liegen ihm auch faire und gute Arbeitsbedingungen am Herzen. Weitere Schwerpunkte seiner politischen Tätigkeit sind unter anderem ein starker Service public, eine moderne Familienpolitik, ein ausgebauter öffentlicher Verkehr, der Schutz der Landschaft und der Kampf gegen Diskriminierung. In verschiedenen Dossiers konnte Mathias Reynard dank seiner Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit Erfolge verbuchen, etwa beim Kampf gegen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Einer von ihm initiierten Gesetzesänderung stimmte das Schweizervolk letztes Jahr zu.
Mathias Reynard wird geschätzt für seine offene und umgängliche Art. Er geht auf die Menschen zu, kann zuhören und liebt die Debatte. Mathias Reynard kann als ein wertkonservativer Sozialdemokrat beschrieben werden, dem eine solidarische menschliche Gesellschaft und die Bewahrung der Natur am Herzen liegen. Mathias Reynard ist aber nicht nur ein Vollblutpolitiker, sondern auch ein Vollblutwalliser. Mit dem Wallis und seinen Traditionen - er ist nämlich auch ein begnadeter Winzer - ist er eng verbunden. Als geselliger Mensch liebt er auch die Volksfeste in seiner Heimat und den Kontakt mit der Bevölkerung. Er ist auch in zahlreichen Vereinen aktiv, so als Trompeter in der lokalen Blasmusik oder im Hockeyclub Nendaz, und als Walliser ist er natürlich ein treuer Fan des FC Sion.
Nun hat Mathias Reynard eine weitere Premiere geschafft: Am 28. März wurde er mit einem ausgezeichneten Resultat zum Staatsrat gewählt. Er tritt deshalb aus dem Nationalrat zurück. Wir wünschen unserem Kollegen in seinem neuen Amt viel Befriedigung, Erfolg und auch persönlich alles Gute. (Stehende Ovation)[GZ]
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Schluss der Sitzung um 17.30 Uhr [GZ]
La séance est levée à 17 h 30 [PAGE 909]
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