Graf Maya · Ständerat · 2021-09-14
Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2021-09-14
Wortprotokoll
Diese Motion soll den Bundesrat beauftragen, seine One-Health-Strategie mit einer systemischen Erforschung der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen bei Mensch, Tier und in der Umwelt zu verstärken, um aus den Erkenntnissen eine Strategie zur Ursachenbekämpfung zu entwickeln.
Die Kommission hat an ihrer Sitzung vom 1. September 2021 die Motion geprüft, die der Nationalrat am 27. September 2019 angenommen hatte. Die Kommission beantragt Ihnen mit 8 zu 0 Stimmen bei 3 Enthaltungen, die Motion anzunehmen. Auch der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion, woran er - so hoffe ich - weiterhin festhält.
Die Kommission erachtet es als wichtige gesundheitspolitische Aufgabe, die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten und Resistenzbildungen vorzubeugen. Der One-Health-Ansatz, bei dem die Zusammenhänge zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und ihrer gemeinsamen Umwelt berücksichtigt werden, ist dabei von grosser Bedeutung. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Antimikrobielle Resistenz" - von diesem NFP 72 haben wir schon mehrmals gehört - gehen zwar mehrere Forschungsprojekte der Frage nach, wie Resistenzen entstehen und sich verbreiten. Dennoch gibt es nach Auskunft der Verwaltung erst sehr wenige Untersuchungen, die zum besseren Verständnis der komplexen systemischen Zusammenhänge beitragen. Es geht also um eine engere Zusammenarbeit von Human- und Tiermedizin, um eine geringere Krankheitshäufigkeit bei Mensch und Tier, um einen effizienten Einsatz von finanziellen Mitteln und um einen verbesserten Schutz der Umwelt. Das Ganze muss als System betrachtet werden, wobei man mit diesem One-Health-Ansatz beispielsweise in Kanada sehr gute Erfahrungen machen konnte.
Die Kommission bittet Sie, diese Motion anzunehmen.