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Haab Martin · Nationalrat · 2021-09-23

Haab Martin · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-09-23

Wortprotokoll

Es gilt festzuhalten, dass eine grosse Anzahl der Redner dieses Moratorium oder diese Gesetzesänderung als sinnvoll erachtet. Immer wieder wurde aber darauf hingewiesen, dass es aktuell keine Pflanzen gibt, welche für den Konsumenten, den Produzenten oder für die Umwelt einen Mehrwert bringen. In den Anhörungen konnten wir auch feststellen, dass diese neue Gentechnik, diese Genom-Editierung, wirklich eine Neuheit ist. Sie wird seit etwa 2017 angewendet, also seit knapp fünf Jahren. Wenn man Kenntnis nimmt von den Entwicklungen dieses Genom-Editing in den letzten fünf Jahren, wie sie uns die Forscher aufgezeigt haben, dann müssen wir schon festhalten, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass schon in kurzer Zeit tatsächlich Produkte mit einer sinnvollen Anwendung auf dem Markt sein werden. Darum sieht auch die Mehrheit der Votanten eine Chance in diesem Genom-Editing. Diese muss aber ganz klar abgeklärt werden, und zwar mit dem Postulat 21.3980, das nach meinem Dafürhalten auch eine Mehrheit finden wird. Es gilt auch festzuhalten, dass der Bericht nicht nur die Risiken beleuchten muss, sondern auch die Chancen.

Kurz eine Bemerkung zum Minderheitsantrag Wasserfallen Christian: Er hat festgestellt, dass die Wahlfreiheit für den Konsumenten heute nicht gewährleistet sei, weil dieser eben im Regal, auch wenn er dies liebend gerne möchte, keine gentechnisch veränderten Produkte finde. Ich kann Kollege Wasserfallen beruhigen: Er findet sie. Wenn er nämlich Importprodukte kauft, ist die Chance relativ gross, dass er gentechnisch veränderte Futtermittel oder gentechnisch veränderte Pflanzen zu sich nimmt.