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AB 28978

Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-12-12

Wortprotokoll

Ich bitte Sie namens der FDP-Fraktion, den Minderheitsantrag Cavalli abzulehnen. Wir haben diese Diskussion ja schon bei der 1. KVG-Revision geführt und den damaligen Vorschlag eindeutig verworfen.

Wir wollen den Aufenthalt in den stationären Einrichtungen auf ein vertretbares Minimum beschränken, weil hier die Kosten am grössten sind. Das heisst aber auch, dass wir die Patientinnen und Patienten früher in die Behandlung des Arztes, früher in die Behandlung der Spitex-Schwestern, früher in die Behandlung der Heime geben. Dass hier, im ambulanten Bereich - bei der Spitex, bei den Ärzten -, das Budget dann wächst, ist doch mehr als verständlich, und wir waren uns dessen auch bewusst. Wenn wir das Globalbudget im ambulanten Bereich einführen würden, würden wir diese Entwicklung gerade wieder rückgängig machen: Dann würden wieder vermehrt aufwendige Behandlungsfälle zurück in den stationären Bereich gegeben, und wir hätten überhaupt nichts gespart.

Herr Cavalli hat es gesagt: Ein Blick über die Grenze zeigt deutlich, dass die Erfahrungen mit einem Globalbudget im ambulanten Bereich schlecht sind. Wir sollten schlechte Erfahrungen hier nicht noch einmal machen müssen.

Deshalb bitte ich Sie namens der FDP-Fraktion, die Mehrheit zu unterstützen.