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preparatory:AB 30668

Christen Yves · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2003-03-04

Wortprotokoll

Abs. 1 - Al. 1

Angenommen gemäss Antrag der Minderheit Randegger

Adopté selon la proposition de la minorité Randegger

[VS]

Abs. 2 - Al. 2

[VS]

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit .... 82 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit Bangerter .... 73 Stimmen

[VS]

Abs. 3 - Al. 3

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit

Adopté selon la proposition de la majorité

[VS]

Art. 26, 27

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

[VS]

Angenommen - Adopté

[VS]

Art. 28

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

[VS]

Antrag der Minderheit

(Pfister Theophil, Bangerter, Kunz, Randegger, Stahl, Wandfluh)

Streichen

[VS]

Art. 28

Proposition de la majorité

Adhérer au projet du Conseil fédéral

[VS]

Proposition de la minorité

(Pfister Theophil, Bangerter, Kunz, Randegger, Stahl, Wandfluh)

Biffer

[VS]

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit

Adopté selon la proposition de la majorité

[VS]

Art. 29-31

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

[VS]

Angenommen - Adopté

[VS]

Art. 32 Ziff. 1-3

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

[VS]

Antrag der Minderheit

(Pfister Theophil, Bangerter, Kunz, Randegger, Wandfluh)

Ziff. 1 Art. 724 Abs. 1, 1bis; Ziff. 3 Art. 24 Abs. 1 Bst. c

Streichen (= Beibehalten der bisherigen Fassung)

[VS]

Antrag der Minderheit

(Müller-Hemmi, Bruderer, Graf, Sommaruga, Strahm, Widmer)

Ziff. 1 Art. 728 Abs. 1bis

.... Kulturgütertransfer fünfzig Jahre.

Ziff. 1 Art. 934 Abs. 1bis

.... spätestens jedoch fünfzig Jahre ....

Ziff. 2 Art. 196bis

.... jedoch fünfzig Jahre ....

Ziff. 2 Art. 210 Abs. 1bis

.... jedoch fünfzig Jahre ....

[VS]

Antrag Baumann J. Alexander

Ziff. 1 Art. 728 Abs. 1bis

.... Kulturgütertransfer fünfzehn Jahre.

Ziff. 1 Art. 934 Abs. 1bis

.... spätestens jedoch fünfzehn Jahre ....

Ziff. 2 Art. 196bis

.... jedoch fünfzehn Jahre ....

Ziff. 2 Art. 210 Abs. 1bis

.... jedoch fünfzehn Jahre ....

Schriftliche Begründung

Ziel dieses Antrages ist es, die Verjährungsfristen in diesem Gesetz grundsätzlich auf fünfzehn Jahre festzusetzen. Der Bundesrat schlägt eine Frist von dreissig Jahren vor. Ein Minderheitsantrag aus der wirtschaftsfeindlichen Ecke strebt an, mit Einführung einer Verjährungsfrist von fünfzig Jahren den Handel mit geschützten Kulturgütern in unserem Land praktisch zu verunmöglichen.

Die dreissigjährige Frist im bundesrätlichen Entwurf ist im Hinblick auf das Ziel der Gewährleistung der Rechtssicherheit im Verkehr von Sammlern und Kunsthandel eindeutig zu lang. Sie entfernt sich ganz erheblich von den üblichen und bewährten Verjährungsfristen unserer Rechtsordnung. Die Standardverjährungsfrist des schweizerischen Rechtes beträgt zehn Jahre. Diese entspricht einer vernünftigen Abwägung der auf dem Spiel stehenden Interessen.

[PAGE 49] Wo liegt das Problem langer Verjährungsfristen? Mit der Ausdehnung solcher Fristen wachsen die Risiken der Rechtsunsicherheit und der Beweisverdunkelung und damit die Gefährdung des Rechtsfriedens. Wenn nach dem bundesrätlichen Vorschlag während drei Jahrzehnten Rückführungsprozesse geführt werden können, wäre während dieser ganzen langen Zeit die Rechtsposition des aktuellen Besitzers eines Kulturgutes ungewiss. Zudem besteht in Gerichtsverfahren, die erst nach vielen Jahren durchgeführt werden, die grosse Gefahr, dass die eingeklagte Partei keine Beweise mehr in der Hand hat und auch allfällige Zeugen nicht mehr leben. So fehlen bei geerbten Kunstwerken oftmals die entsprechenden Dokumente. Es kann eine Sammlung mit vor langer Zeit erworbenen Kunstwerken ganz oder teilweise verlegt worden sein, wobei es an ein Wunder grenzt, wenn keine Dokumente verloren gegangen sind. Zahlreiche gutgläubige Erwerber haben aus Gefallen und Freude am Kunstobjekt im Laufe der Jahre Gegenstände gekauft, ohne an wirtschaftliche Gewinne zu denken. Beim Erwerb legten sie keinen Wert auf inzwischen notwendig gewordene Dokumente. All dies kann durchaus korrekte, gutgläubige Besitzer eines Kunstwerks treffen.

Bei der Diskussion der Verjährungsfristen darf nicht übersehen werden, dass es dabei nicht nur um das Interesse eines früheren Besitzers gehen kann, sein Kulturgut wiederzuerlangen. Vielmehr steht diesem das Interesse der Allgemeinheit gegenüber, dass innert nützlicher Frist Rechtsfriede einkehrt. Dadurch soll gewährleistet werden, dass eine bestimmte Rechtslage nach Ablauf einer vernünftigen Zeitspanne endgültig wird. Dass nach langer Zeit längst vergangene Vorgänge gerichtlich aufgerollt werden können - mit den bereits erwähnten Risiken der Rechtsunsicherheit und Beweisverdunkelung -, wird als problematisch und unerwünscht empfunden. Die schweizerische Rechtsordnung hat seit jeher diesem wichtigen Allgemeininteresse an Rechtsfrieden grosse Bedeutung beigemessen. Rückforderungsansprüche sind daher zeitlich angemessen begrenzt, in der Regel - wie erwähnt - auf zehn Jahre. Davon entfernt sich die dreissigjährige Frist im bundesrätlichen Entwurf markant. Von der im Minderheitsantrag vorgeschlagenen Frist von fünfzig Jahren wollen wir erst gar nicht sprechen.

Für die Rückforderung gestohlener oder unfreiwillig abhanden gekommener Sachen sieht das Zivilgesetzbuch (Art. 934) eine Frist von fünf Jahren vor. Diese ist für Kulturgüter im Sinne des vorliegenden Gesetzes wohl zu kurz bemessen. Sie beträgt auch bloss die Hälfte der bereits erwähnten Standardverjährungsfrist von zehn Jahren. Betrachtet man die geltende Frist von fünf Jahren, die Standardverjährungsfrist von zehn Jahren und die im KGTG vom Bundesrat vorgeschlagenen dreissig Jahre, so dürften die hier beantragten fünfzehn Jahre eine vernünftige Kompromisslösung darstellen. Fünfzehn Jahre gewähren dem früheren Besitzer eine in aller Regel genügende Zeitspanne für die Einleitung eines Rückführungsprozesses. Zugleich respektieren fünfzehn Jahre auch das Allgemeininteresse an Rechtssicherheit und Rechtsfrieden.

Es ist an der Zeit, dass dieses Parlament zur Kenntnis nimmt, dass Kunsthändler und Kunstsammler in unserem Land nicht eine Gruppe von Gaunern und Betrügern darstellen, sondern dass auch diesem Teil der Bevölkerung ein Anspruch auf Rechtssicherheit und Rechtsfrieden zusteht. Für die Bekämpfung der schwarzen Schafe schaffen wir auch mit Verjährungsfristen von fünfzehn Jahren griffige Werkzeuge.

[VS]

Art. 32 ch. 1-3

Proposition de la majorité

Adhérer au projet du Conseil fédéral

[VS]

Proposition de la minorité

(Pfister Theophil, Bangerter, Kunz, Randegger, Wandfluh)

Ch. 1 art. 724 al. 1, 1bis; ch. 3 art. 24 al. 1 let. c

Biffer (= maintenir le droit en vigueur)

[VS]

Proposition de la minorité

(Müller-Hemmi, Bruderer, Graf, Sommaruga, Strahm, Widmer)

Ch. 1 art. 728 al. 1bis

.... est de cinquante ans.

Ch. 1 art. 934 al. 1bis

.... par cinquante ans après ....

Ch. 2 art. 196bis

.... par cinquante ans ....

Ch. 2 art. 210 al. 1bis

.... par cinquante ans ....

[VS]

Proposition Baumann J. Alexander

Ch. 1 art. 728 al. 1bis

.... est de quinze ans.

Ch. 1 art. 934 al. 1bis

.... par quinze ans après ....

Ch. 2 art. 196bis

.... par quinze ans ....

Ch. 2 art. 210 al. 1bis

.... par quinze ans ....

Développement par écrit

L'objet de la présente proposition est de fixer d'une manière générale dans la loi le délai de prescription à quinze ans. Dans sa proposition, le Conseil fédéral fixe ce délai à trente ans. Une proposition de minorité émanant des milieux hostiles à l'économie vise, en instaurant une prescription de cinquante ans, à rendre pratiquement impossible tout commerce de biens culturels protégés.

Le délai de trente ans est bien trop long si l'on entend garantir la sécurité juridique dans les transactions entre collectionneurs et commerçants d'art. Cette durée est bien supérieure à celle que l'on trouve habituellement dans la loi et qui donne satisfaction. La durée standard est de dix ans dans le droit suisse, ce qui permet de concilier les divers intérêts en jeu.

Où se situe le problème des longs délais de prescription? Leur prolongation entraîne un accroissement des risques d'insécurité juridique, partant, des difficultés de produire des preuves et, par voie de conséquence, la mise en danger de la paix juridique. Si, en vertu de la proposition du Conseil fédéral, des procès visant à la restitution de biens culturels devaient s'étendre sur trois décennies, la position juridique de tout propriétaire actuel d'un bien culturel serait incertaine pendant une trop longue période. De plus, si une procédure judiciaire est lancée après de si nombreuses années, la partie mise en cause peut ne plus avoir accès aux preuves qu'elle devrait produire et les témoins pourraient ne plus être en vie. Il est fréquent que des objets hérités soient dépourvus des documents les accompagnant. Une collection comportant des pièces héritées depuis très longtemps peut avoir été déplacée et il relève souvent du miracle que les documents n'aient pas disparu. De nombreux possesseurs d'objets visés par la loi s'en sont portés acquéreurs pour leur plaisir sans jamais penser en tirer un quelconque avantage économique. En l'acquérant, ils n'ont guère attaché de valeur à des documents dont la nécessité n'est apparue qu'ultérieurement. Ces problèmes peuvent concerner tout possesseur de bonne foi.

Dans la discussion autour des délais de prescription, il faut rappeler qu'il ne s'agit pas seulement de veiller aux intérêts du précédent possesseur qui tient à la restitution de son bien. Il s'agit avant tout d'assurer que, dans un délai raisonnable, une situation juridique définitive s'instaure, ceci dans l'intérêt de la collectivité. On comprend difficilement que certains actes qui se sont déroulés il y a longtemps puissent être portés devant les tribunaux et créer des situations comme celles qui sont mentionnées. Le système suisse accorde depuis longtemps l'importance que cette problématique exige: toute demande de restitution doit se faire pendant une période limitée à dix ans. Les trente ans de délai proposés par le Conseil fédéral sont bien supérieurs. Nous n'entrerons même pas en matière sur la proposition de minorité visant à étendre le délai à cinquante ans. Le Code civil prévoit, quant à lui, en son article 934, que le possesseur [PAGE 50] auquel une chose mobilière a été volée ou qui s'en trouve dessaisi de quelque autre manière sans sa volonté, peut la revendiquer pendant cinq ans. Ce délai est trop court pour un bien culturel visé par la présente loi. Or si l'on considère ce délai de cinq ans, celui - standard - de dix ans, puis celui de trente ans proposé par le Conseil fédéral, la prescription de quinze ans proposée est raisonnable. Cette durée donne suffisamment de temps au possesseur précédent pour l'engagement d'une procédure de restitution. Cette durée est également propice au respect de l'intérêt général et au maintien d'une paix juridique.

Il est temps que le Parlement apprenne que les négociants d'art et les collectionneurs de notre pays ne sont pas un groupe de receleurs et d'escrocs et qu'ils ont également droit à la sécurité et à la paix juridiques. Quant à la chasse aux moutons noirs, elle sera tout aussi efficace si les délais de prescription sont de quinze ans.