Speck Christian · Nationalrat · 2003-03-05
Speck Christian · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-03-05
Wortprotokoll
Die SVP-Fraktion beantragt Ihnen wie auch die Mehrheit der UREK, die Wiederaufbereitung weiterhin zuzulassen. Wir haben genügend über diese wichtige Frage diskutiert. Es ist - wie Frau Wyss gesagt hat - einer der Kernpunkte im Gesetz, aber in der Differenzbereinigung müssen wir nicht alles wiederholen.
Ich möchte einfach nochmals festhalten, dass es grundsätzlich falsch ist, abgebrannte Kernbrennstäbe als Abfall zu entsorgen und die darin noch enthaltene Energie nicht zu nutzen. Wir müssen uns vor Augen führen, dass eine Tonne abgebrannter Brennstäbe einer Energiemenge von 20 000 Tonnen Erdöl entspricht.
Die Wiederaufbereitung sollte weiterhin zugelassen werden, auch wenn es stimmt, dass sie im Moment wirtschaftlich nicht attraktiv ist. Es ist keine Notwendigkeit von der Wirtschaftlichkeit her, aber wir haben für die Wiederaufbereitung in der Kommission strenge Massstäbe formuliert, Leitplanken gesetzt. Auch wenn diese Wirtschaftlichkeit der Wiederaufbereitung von den Uranpreisen her heute nicht gegeben ist, sollten wir die Option offen halten.
Ich bitte Sie, der Mehrheit der Kommission zuzustimmen. Das ständerätliche Moratorium ist ein Kompromiss, aber es ist auch unnötig. Wir können Ja oder Nein sagen, und jetzt sagen wir Ja.