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preparatory:AB 31107

Villiger Kaspar · Bundesrat · Luzern · 2003-03-10

Wortprotokoll

Zur ersten Frage: Es ist mir bewusst, dass Basel in einer recht schwierigen Lage ist. Sie haben ja gehört, dass natürlich auch Zürich darunter leidet, dass die Frequenz zurückgegangen ist. Bundesrat Moritz Leuenberger und ich haben uns die Entscheide selbstverständlich detailliert begründen und vortragen lassen. So wie ich es verstanden habe, ist dieser Abbau eigentlich nicht durch eine Verlagerung nach Zürich motiviert gewesen, sondern man hat tatsächlich Flüge gestrichen, die wirklich unrentabel waren - auch zu Grenzkosten -, weil mit jedem Flug zusätzliches Geld verloren gegangen wäre. Ich glaube, das muss man der Gesellschaft zubilligen; es ist eine schwierige Situation. Aber wir hoffen natürlich alle - ich glaube, Basel braucht einen Flugplatz -, dass sich das eben auch wieder ein bisschen normalisieren wird, wenn sich die sicherheitspolitische Lage einmal beruhigt hat.

Zur zweiten Frage: Ich habe mich nicht für die Einhaltung des Rechtes in einer Gesellschaft einzusetzen, sondern ich gehe davon aus, dass eine Firma schweizerischen Rechtes dem Recht unterworfen ist. So wie ich Peter Siegenthaler kenne, tut er alles, um sich im Rahmen des Verwaltungsrates - er informiert mich ja auch immer wieder - dafür einzusetzen, dass das Handeln eben rechtmässig ist, aber auch dafür, dass das Handeln das wirtschaftliche Überleben ermöglicht.

Zur dritten Frage: Ich muss Ihnen ehrlich sagen, eine solche Aufteilung ist für mich natürlich auch ein Problem - es müssen dann wieder neue Overheads, neue Strukturen usw. geschaffen werden -; aber es ist tatsächlich so, dass viele Fluggesellschaften eine Aufteilung in eine regionale und eine andere Gesellschaft gemacht haben. Meines Wissens hat der Verwaltungsrat erwogen, eine solche Aufteilung zu machen, wenn er in Bezug auf die Probleme mit den Piloten usw. zu keiner vernünftigen Lösung kommt. Eigentlich wäre aber zu erwarten, dass in einer Gesellschaft, bei der es ums Überleben und um den langfristigen Erfolg geht, eigentlich alle Beteiligten bereit sind - ob es sich nun um Piloten handelt oder nicht -, alles zu tun, damit diese Gesellschaft unter der gegenwärtigen Struktur überleben kann.

Diese Frage ist also in diesem Sinne geprüft worden - als Ausweg, wenn andere Möglichkeiten scheitern sollten. Soviel ich weiss, ist hier nichts Definitives besprochen worden. Es ist eine denkbare Lösung, von der ich aber persönlich hoffe, dass sie nicht zum Tragen kommen muss.