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Trede Aline · Nationalrat · 2022-12-12

Trede Aline · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion · 2022-12-12

Wortprotokoll

Wir haben jetzt schon viel gehört. Die Schweiz bewirbt sich zum ersten Mal um die Austragung der Europameisterschaft im Frauenfussball. Das ist sehr toll. Es tönt hier auch sehr positiv, und ich denke, wir müssen wirklich schauen, dass es eben keine Eintagsfliege bleibt, sondern dass diese Euro 2025 eine nachhaltige Wirkung entfalten kann. Deshalb macht hier eine Erklärung des Nationalrates Sinn.

Wir haben auch gehört, dass es ein sehr grosses Projekt für unser Land ist. Es sind alle betroffen, es gibt viele Akteurinnen und Akteure im Tourismus, in der Wirtschaft, aber auch z.[NB]B. die neun Städte, die sich bereit erklärt haben, diese Spiele auszurichten; alle sind involviert, es ist ein Projekt für die ganze Schweiz.

Wir sollten aber auch für den Frauensport gesamthaft Schwung daraus holen. Wir haben in der Gleichstellung noch viel zu tun, wir sind noch nicht dort, wo wir gerne sein möchten. Einige Verbände, nationale Sportverbände, haben Frauenförderprogramme, und diese Programme laufen sehr gut. Sie sind wichtig, aber sie sind leider auch noch nötig. Sie sind vor allem deshalb wichtig, weil der Frauensport auch in der Öffentlichkeit vermehrt diskutiert, vermehrt gesehen oder überhaupt übertragen und gesehen werden muss. Dazu helfen auch solche Grossanlässe wie eine Europameisterschaft.

Nicht nur wir stehen in der Pflicht, sondern auch die Medien sind in der Pflicht, die Übertragungen zu gewährleisten, damit wir dann vielleicht auch einmal in der Wandelhalle, wie in den letzten Wochen, ein Fussballspiel sehen können. Die nationale Kampagne "Helvetia rennt" nimmt sich genau dieser Thematik an. Sie soll auch die Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 begleiten. Wir Spielerinnen des FC Helvetia - das sind die Frauen des Nationalrates, das Team der Männer heisst FC Nationalrat - haben unsere Unterstützung für die Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 beschlossen, der FC Nationalrat übrigens auch. Wir haben den Namen unter die Bewerbung gesetzt und hoffen, dass Sie das Gleiche tun und dass die Uefa richtig entscheidet.