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Stöckli Hans · Ständerat · 2023-03-02

Stöckli Hans · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2023-03-02

Wortprotokoll

Die SGK Ihres Rates hat am 26. Januar 2023 mit 10 zu 0 Stimmen bei 3 Enthaltungen beschlossen, dem Rat die Annahme der Motion Stöckli zu empfehlen. Es freut mich natürlich, hier auch die Berichterstattung vornehmen zu können. Mir wurde gesagt, dass auch kein Einzelantrag anderslautender Natur eingereicht worden sei; dementsprechend kann ich mich kurzhalten.

Die Kommission hält fest, dass die Medikationsqualität und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten mit Polymedikation erhöht werden sollten. Die Anzahl der Personen mit chronischen Krankheiten nimmt stetig zu. Wir weisen darauf hin, dass polymorbide Personen heute in Pflegeheimen durchschnittlich neun bis zwölf Medikamente pro Tag einnehmen, verschrieben von drei bis fünf verschiedenen Stellen. Dementsprechend wird heute bei polymorbiden Patientinnen und Patienten die Medikation ungenügend begleitet, und Verschreibungen von Medikamenten werden oftmals ohne Kenntnis der anderen Medikamente vorgenommen.

Die Kommission ist klar der Ansicht, dass ein Medikationsplan in einem solchen Kontext ein erheblicher Beitrag ist, um sich einen Überblick zu verschaffen, um die Abhängigkeiten zu definieren und um Verbesserungen sowohl der Sicherheit als auch der Medikation zu erlangen. Ein Medikationsplan, wie er in der Motion beschrieben wird, ist die richtige Antwort darauf. Es gab eine Motion 18.3512, die verlangt hat, dass Menschen, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Medikamenten einnehmen, ein Recht auf einen solchen Medikationsplan haben. Jetzt möchte man dies aber als eine Verpflichtung gestalten. Nach Meinung der Kommission reichen eben freiwillige Vorgaben nicht aus. Zudem weist die Kommission darauf hin, dass ein Medikationsplan sowohl die Patientinnen und die Patienten als auch, das ist ein ganz wichtiger Punkt, die Angehörigen und das medizinische Personal entlasten würde.

Schliesslich, und auch das ist kein unwesentlicher Punkt, kann ein solcher Medikationsplan einen erheblichen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen leisten. Wichtig ist auch, dass die Motion dazu dient, einen wichtigen Beitrag bei der Erarbeitung des elektronischen Patientendossiers zu leisten. Es ist jetzt die richtige Zeit, um Referenzwerte festzulegen, die dann im Rahmen der Diskussion um das elektronische Patientendossier auch umgesetzt werden können.

Demnach empfiehlt Ihnen die SGK-S, wie ich bereits eingangs gesagt habe, mit 10 zu 0 Stimmen bei 3 Enthaltungen, die Motion anzunehmen.