Keller-Sutter Karin · Bundesrat · 2023-04-11
Keller-Sutter Karin · Bundesrat · St. Gallen · 2023-04-11
Wortprotokoll
Liebe Frau Nationalrätin, vor fünfzehn Jahren war ich noch in der beschaulichen St. Galler Regierung. Ich muss sagen, dass es da etwas ruhiger zu- und herging als hier. Es ist hier interessanter, das ist so. Ich war damals noch nicht im Rat.
Ich möchte nicht vorwegnehmen, was es am Schluss braucht. Ich habe es vorhin gesagt: Man spricht jetzt über Trennbanken, Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsanforderungen, Nachhaltigkeit, über verschiedene Punkte. Am Schluss muss es aber etwas nützen. Am Schluss brauchen Sie eine Medizin, die nützt. Ich muss einfach feststellen, dass die Parameter im vorliegenden Fall offensichtlich eingehalten wurden. Sogar der Swiss Finish konnte noch relativ lange eingehalten werden. Wenn das Vertrauen weg ist, ist das Vertrauen weg. Es kam zu einem Bankrun, einen solchen hatten wir tatsächlich. Von Samstag, 18. März, bis Montag,[NB]20. März, kam es zu gigantischen Abflüssen. Warum? Weil die Gegenparteien Garantien verlangten, weil Kapital abgezogen wurde, neu auch in der Schweiz. Letztes Jahr geschah dies primär im Ausland. Man vertraute nicht darauf, dass die Bank den Turnaround schafft. Das war das Problem. Wir müssen jetzt hier gut nachdenken, einen kühlen Kopf bewahren. Wir dürfen nicht einfach ins Blaue regulieren, sondern müssen das machen, was tatsächlich auch nützt.