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Rösti Albert · Bundesrat · 2023-06-13

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2023-06-13

Wortprotokoll

Zuerst möchte ich sagen, dass ich mit den Anliegen, wie sie jetzt verschiedentlich geäussert wurden, natürlich absolut übereinstimme: Wir müssen dem Schutzwald Rechnung tragen und einem zu starken Wildverbiss entgegenwirken. Ich glaube, da besteht absolut keine Differenz zwischen Ihnen und dem Bundesrat; das versteht sich von selbst. Ständerat Reichmuth hat es vorweggenommen: Der Bundesrat lehnt dieses Postulat ab, weil er der Meinung ist, dass wir mit einem zusätzlichen Bericht nicht viel weiterkommen, zumal die Kompetenz sowohl für Wald-Angelegenheiten als auch für die Jagd bei den Kantonen liegt.

In den Voten wurde jetzt auch verschiedentlich bestätigt, dass es ein regionales und kein flächendeckendes Problem ist. Was regional ist, sollte eigentlich auch regional gelöst werden - selbstverständlich bei Bedarf auch unter Mithilfe des Bundes, des Bundesamts für Umwelt beispielsweise, wenn das von den Kantonen verlangt wird; dazu sind unsere Leute natürlich bereit. Es wurde auch erwähnt, dass es die entsprechende Vollzugshilfe Wald und Wild gibt. Diese sollte eigentlich auch dazu führen, dass die Gesetze eingehalten werden.

Ich denke, Herr Ständerat Engler, das Postulat geht schon etwas weiter, als einfach eine vergleichende Sichtung vornehmen zu wollen. Unter Buchstabe a steht klar: "Mit welchen konkreten Massnahmen der Wildeinfluss auf die Waldverjüngung [...] flächendeckend [...] reduziert werden kann." Die Frage ist schon, ob die Kantone zufrieden sind, wenn wir hier einen Bericht zu allen Kantonen erarbeiten und Anträge für Massnahmen stellen.

Wenn Sie das entscheiden, dann machen wir selbstverständlich einen Bericht, auch mit der nötigen Sorgfalt, weil es unbestritten ein wichtiges Anliegen ist. Falls Sie dem Bundesrat folgen und auf einen Bericht verzichten, biete ich Ihnen gerne an, dass Sie mir oder dem entsprechenden Amt jene Gebiete melden, in denen es diese Probleme gibt, damit wir dort Unterstützung leisten können. Die Frage ist für den Bundesrat ebenso wichtig wie für den Urheber des Postulates.