Dobler Marcel · Nationalrat · 2023-06-14
Dobler Marcel · Nationalrat · St. Gallen · FDP-Liberale Fraktion · 2023-06-14
Wortprotokoll
Ich habe ja nur eine These, und ich habe die Auswertung. Die Auswertung, die gemacht wurde, beruht einfach auf den Daten des Bundesamtes für Statistik. Es wurde neu der Zivilstand hineingenommen. Ich kann also nur eine Aussage darüber machen, ob jemand verheiratet oder nicht verheiratet ist. Wenn man die Lohnunterschiede zwischen den unverheirateten Männern und den unverheirateten Frauen anschaut, sieht man: Es gibt eigentlich über die ganze Laufzeit keine Lohnunterschiede. Aber bei den verheirateten Männern und den verheirateten Frauen sieht man, dass eigentlich die Lohnentwicklung bis zu etwa 30 Jahren identisch ist. Dann gibt es einen Riesen-Gap. Meine These ist jetzt, dass es einen direkten Zusammenhang mit der [PAGE 1354] Mutterschaft hat, weil der Unterschied ab 30 Jahren besteht. Genau das möchte ich untersuchen: Welches ist der Zusammenhang mit der Mutterschaft? Ich habe auch eine Vermutung, und diese kann ich äussern. Ein Problem ist ja: Wenn man einen Erwerbsunterbruch hat und zum Beispiel fünf Jahre oder auch zehn Jahre lang nicht arbeitet, ist das - das sieht man in der Kurve genau - genau die Zeit, in der man pro Jahr eine Lohnerhöhung von 2 Prozent hat. Und wenn ich jetzt zehn Jahre nicht arbeite, dann fehlen mir eigentlich genau diese Lohnerhöhungen in dieser Zeit. Ich würde das gerne analysieren, ich würde gerne Fakten schaffen. Dann können wir darüber streiten, was die Lösung ist.