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Rösti Albert · Bundesrat · 2023-06-15

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2023-06-15

Wortprotokoll

Klar nein. Ausserhalb der Bauzone sprechen wir, um es nochmals zu sagen, von 600[NB]000 Gebäuden, von 200[NB]000 Gebäuden mit Wohnnutzung. Wir sprechen, grob geschätzt - und das ist eine Schätzung, die eher zu hoch als zu tief ist -, dann dort, wo aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft Wohnraum frei ist, von 40[NB]000 Gebäuden. Wenn Sie es beschränken, sind es noch 20[NB]000. Dann sind es 10 Prozent, das ist ein kleiner Anteil. Aber es geht auch um die dezentralen Regionen - ich sage es nochmals: Gehen Sie ins Bündnerland, gehen Sie ins Appenzell, oder gehen Sie zu Ihnen ins Sankt-Galler-Land, dorthin können Sie auch gehen, Sie kennen das ja bestens. Da sprechen wir von einer kleinen, aber wichtigen Anzahl für diese Regionen. Das ist matchentscheidend: Wenn Sie einen entlegenen Hof haben, spielt es doch keine Rolle, ob ein oder zwei Autos vor der Türe stehen. Es ist bei den aktuellen landwirtschaftlichen Einkommen - Sie wissen besser als ich, wo sie in der Bergzone IV stehen - matchentscheidend, dass sie dort allenfalls noch ein Studio haben können, dass man da vielleicht mit einem Studio noch einen Nebenerwerb erzielen kann.

Ich befürchte keine negativen Auswirkungen, und zwar aus folgenden Gründen: Einerseits ist es sehr nützlich, wenn Leute von ausserhalb der Landwirtschaft einen Bezug zur Landwirtschaft haben, indem wir eben keine Trennung machen, sondern diese Leute die Landwirtschaft auch anerkennen. Ich sehe es andererseits nicht, weil wir mit dem Artikel, in dem wir die Lärm- und Geruchsemissionen in der Landwirtschaftszone reduzieren, das hier einführen. Das ist für die Landwirtschaft ein Riesenvorteil. Also geben wir ihr doch diese zusätzliche Chance. Ich bin überzeugt davon: Das hat keine negativen Auswirkungen auf die produzierende Landwirtschaft, sonst wäre ich der Erste - der Erste! -, der das bekämpft.