Lexipedia

Aeschi Thomas · Nationalrat · 2023-12-13

Aeschi Thomas · Nationalrat · Zug · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2023-12-13

Wortprotokoll

In der Vergangenheit stellte die FDP neunmal den Bundeskanzler, die Mitte-Partei stellte ihn viermal und die SP einmal. Noch nie aber stellte die SVP als mit grossem Abstand wählerstärkste Partei den Bundeskanzler, dies, obwohl sie bereits mehrmals zu den Bundeskanzlerwahlen angetreten ist. Nicht gewählt wurde unser Kandidat Hans Ulrich Ernst am 11.[NB]Juni 1981, Max Friedli am 12.[NB]Juni 1991, Fritz Mühlemann am 4.[NB]Dezember 1991 und unsere Kandidatin Nathalie Goumaz am 12.[NB]Dezember 2007.

Die Leitung der Bundeskanzlei ist zwar keine politische Funktion, doch der Bundeskanzler als Vertreter der Gesamtregierung, als Sekretär und Organisator des Gesamtbundesrates soll gemäss dem Prinzip der Konkordanz von einer Bundesratspartei gestellt werden. Es wäre falsch und ein Präzedenzfall mit erheblichen und lange andauernden Folgen, das Amt des Bundeskanzlers als Kompensation für die Nichtvertretung im Bundesrat zu vergeben. Ebenfalls falsch wäre es, das Amt neu an eine offiziell parteilose Person zu vergeben, denn eine solche Einzelperson ist kaum behaftbar - dies im Gegensatz zu einem Kandidaten einer Partei, der sich durch [PAGE 2636] seine Parteimitgliedschaft in ein Set von Ideen und Wertvorstellungen einfügt und damit in das fein austarierte und ausbalancierte System der schweizerischen Konkordanz eingebunden ist.

Die SVP-Fraktion hat an ihrer Sitzung vom 3.[NB]November ein Zweierticket gebildet, sie hat zwei Personen für die Bundeskanzlerwahl nominiert. Mit der Westschweizerin Nathalie Goumaz und dem Deutschschweizer Gabriel Lüchinger präsentiert die SVP-Fraktion der Bundesversammlung zwei hervorragende Kandidaturen mit eindrücklichem Leistungsausweis und eine echte Auswahl. Die beiden integren und führungsstarken Persönlichkeiten verfügen über einen beträchtlichen Leistungsausweis und durch ihre langjährige Tätigkeit in verschiedenen Departementen über profunde Kenntnisse der Bundesverwaltung.

Unsere erste Kandidatin ist Nathalie Goumaz, wohnhaft in Ursy im Kanton Freiburg, geboren am 28.[NB]Oktober 1965, verheiratet, Studium der Geisteswissenschaften an der Universität Freiburg. Nathalie Goumaz trat nach Abschluss ihres Studiums ins Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ein, wo sie die Bundesratsdossiers vorbereitete und bald als stellvertretende Generalsekretärin tätig war. Von 1996 bis 1998 war sie im Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung als Fachreferentin tätig und 1996 unter Bundespräsident Jean-Pascal Delamuraz zuständig für die Präsidialaufgaben. Von 1998 bis 2016 war Nathalie Goumaz stellvertretende Generalsekretärin des WBF sowie als Fachreferentin für die Themen Wohnungswesen, Konsumentenfragen und Zivildienst zuständig. Von 2008 bis Ende 2012 war Nathalie Goumaz zudem Delegierte des Bundesrates für das Programm Gever Bund bei der Bundeskanzlei. Von 2016 bis Ende 2018 war sie Generalsekretärin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, und seit[NB]Januar[NB]2019[NB]ist[NB]Nathalie[NB]Goumaz Generalsekretärin im WBF.

Unser zweiter Kandidat ist Gabriel Lüchinger, wohnhaft in Herzogenbuchsee im Kanton Bern, geboren am 8.[NB]Februar 1977, verheiratet, zwei Kinder, Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bern und Helsinki. Gabriel Lüchinger absolvierte parallel zum Jurastudium diverse militärische Lehrgänge und ist weiterhin aktiver Milizoffizier im Rang eines Obersten. Er war als Jurist im Bereich der Informations- und Objektsicherheit im VBS tätig und schloss an der Universität Uppsala ein Nachdiplomstudium in Internationalen Beziehungen ab. Von 2010 bis 2016 war Gabriel Lüchinger als Verteidigungsattaché in verschiedenen arabischen Ländern im Einsatz. Von 2016 bis 2018 war er Generalsekretär der SVP und wechselte anschliessend als persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Guy Parmelin ins WBF. Er absolvierte den diplomatischen Concours sowie das Topkader-Assessment des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, ist Mitglied des diplomatischen Corps und hat Erfahrung im Krisenmanagement. 2022[NB]wurde[NB]er[NB]vom[NB]Bundesrat[NB]zum[NB]Botschafter ernannt, und heute ist er Chef der Abteilung Internationale Sicherheit im EDA.

Wir danken Ihnen für die Unterstützung der Kandidatin Nathalie Goumaz oder des Kandidaten Gabriel Lüchinger.