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Candinas Martin · Nationalrat · 2023-12-20

Candinas Martin · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2023-12-20

Wortprotokoll

Beim Zusatzkredit für die Erneuerung der strassenseitigen Autoverlade-Infrastruktur geht es um eine wichtige Vorlage, auch wenn nicht alle Landesteile davon betroffen sind. Autoverlade sind gerade dort wichtig, wo es keine ganzjährig von allen benutzbaren Strassenverbindungen gibt. Dank der Autoverlade ist das Verkehrsnetz resilienter gegen Störungen und Unterbrüche. So sind Autoverlade für die einheimische Bevölkerung und für den Tourismus wichtig. Damit kann eine Verlagerung von der Strasse auf die Schiene erreicht und Umwegverkehr vermieden werden. Dies führt zu einer Reduktion der Strassenbelastung und zu einer Reduktion der CO2-Emissionen um 37[NB]000 Tonnen pro Jahr. Darum ist es zentral, dass die Autoverlade erneuert werden.

Der Antrag der Minderheit I (Bregy) möchte den Zusatzkredit gemäss Bundesrat um 6 Millionen Franken erhöhen. Diese 6 Millionen Franken sind für den Neubau der Verladeanlage in Brig, für den Autoverlad am Simplon, bestimmt.

Der Antrag der Minderheit II (Candinas) möchte den vom Bundesrat vorgeschlagenen Kredit um 12 Millionen Franken erhöhen, das heisst um total 18 Millionen Franken. Konkret geht es um folgende Projekte, die im Grundsatz auch vom Bundesrat als sinnvoll erachtet werden:

Erstens geht es um die Erneuerung der Verladeanlage in Kandersteg und Goppenstein am Autoverlad Lötschberg. Bei den beiden Verladeanlagen am Lötschberg geht es um zusätzliche Kosten von 4 Millionen Franken, da der Sanierungsbedarf der Kunstbauten auf der durch die BLS vom Kanton und vom ASTRA übernommenen Zufahrtsstrasse höher ist als ursprünglich angenommen.

Zweitens geht es um zwei Anlagen des Autoverlads am Furka: um die Verladeanlagen in Realp und Oberwald sowie die Autozug-Revisionsanlage im Urserental. Bei den Anlagen des Autoverlads am Furka sind die Kosten insgesamt um rund 8 Millionen Franken höher, da die Autozug-Revisionsanlage im Urserental örtlich leicht verschoben werden musste und da bei den beiden Verladeanlagen in Realp und Oberwald die Kosten allgemein gestiegen sind. Dies macht insgesamt einen Betrag von 12 Millionen Franken aus, den die Minderheit II (Candinas) zusätzlich beantragt.

Es geht bei den zwei Minderheitsanträgen also nicht um ein Präjudiz, sondern um Zusatzkosten von an sich nicht bestrittenen und notwendigen Projekten.

Aus diesem Grund bitte ich Sie namens der Mitte-Fraktion, in der ersten Abstimmung dem Antrag der Minderheit I (Bregy) zuzustimmen und in der zweiten Abstimmung dem Antrag der Minderheit II (Candinas) zuzustimmen.