Funiciello Tamara · Nationalrat · 2024-02-27
Funiciello Tamara · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2024-02-27
Wortprotokoll
Ich kann das Ganze eigentlich sehr kurz machen, da mein Kollege das meiste bereits gesagt hat, und das sehr gut. Erlauben Sie mir dennoch ein paar Worte.
Täterarbeit ist Präventionsarbeit, und Präventionsarbeit ist Opferschutz. Wir wissen aus verschiedenen Studien: Damit die Tatperson langfristig mit der Gewaltanwendung aufhört, muss sie die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Dazu gehört auch, solche Täterarbeitskurse zu besuchen. Gezielte Begleitmassnahmen oder spezialisierte Programme zielen darauf ab, diese Prozesse zu erleichtern, anhaltende häusliche Gewalt zu unterbrechen, die Gefahr von Rückfällen zu reduzieren sowie die Übertragung gewalttätigen Verhaltens von Generation zu Generation zu verhindern. Der Erfolg dieser Arbeit ist unbestritten und wird in den genannten Studien auch nachgewiesen.
Das Postulat, das eben auch vom Bundesrat zur Annahme empfohlen wird, verlangt, dass analysiert werden soll, wie diese wichtige Arbeit gefördert werden kann, denn dass wir diese Arbeit machen wollen, ist bereits geklärt. Sowohl in der Roadmap von Bund und Kantonen zu häuslicher Gewalt als auch in der Revision des Sexualstrafrechts haben wir uns klar für die Ausweitung, Standardisierung und Verankerung dieser Arbeit ausgesprochen, und zwar schweizweit. Weiter hat auch Grevio bei der Auswertung der Umsetzung der Istanbul-Konvention moniert, dass dies nun geschehen sollte, wie das auch mein Vorredner ausgeführt hat. Nun geht es um die konkrete Umsetzung. Fragen nach Kriterien und Finanzierung sollen geklärt werden, nicht mehr und nicht weniger.
Ich bitte Sie daher, diesem Vorstoss zuzustimmen.