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Stark Jakob · Ständerat · 2024-03-11

Stark Jakob · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-03-11

Wortprotokoll

Das Votum von Kollege Hegglin veranlasst mich dazu, auch noch einige Überlegungen anzustellen.

Obwohl ich bei dieser Frage schwanke, bin ich eigentlich eher dafür. Überlegen wir kurz: Wenn die Klimareserve nicht eingeführt wird und es zur Handhabung kommt, wie sie Kollege Hegglin beschrieben hat, dann heisst das, dass die Kantone versucht sein werden, ihre Quote auf die Höhe des Bundes anzuheben. Wenn wir die Klimareserve hingegen einführen, dann heisst das, dass sie von bestimmten Betrieben beansprucht werden wird, was den Druck auf die Kantonsquote reduziert; diese wird aber weiterhin tief bleiben. Das ist eigentlich wichtig, denn die Qualität ist durchaus der zentrale Punkt.

Nun gibt es natürlich Jahre, in denen die Temperaturen vielleicht höher sind - womit das Wort "Klimareserve" nicht ganz falsch ist -, mit viel besseren Bedingungen, und dadurch erreicht der Wein die Qualität unter Umständen in einem grösseren Quantum. Vielleicht gibt es mehr Trauben, vielleicht wachsen diese auch besser. Nun ist das Problem: Soll man gute Trauben runterschneiden und das Quantum dadurch verkleinern, oder soll man eben solche Klimareserven irgendwann im Sommer bewilligen? Eigentlich einleuchtend! Das grosse Problem ist dann, und das hat auch Herr Hegglin gesagt: Wenn es jetzt mehrere solche Jahre gibt und wenn diese Klimareserve jedes Jahr gebildet wird, wird dieser Wein ja irgendwann schlecht; beim Weissen dauert es vielleicht drei, vier Jahre, beim Roten vielleicht etwas länger. Was passiert dann mit diesem Wein?

Aber wir wissen jetzt Bescheid, deshalb sage ich, dass wir doch schon die Motion zur Vermarktung bis 9 Millionen Franken angenommen haben. Wenn wir nun die parlamentarische Initiative auch noch annehmen, dann ist mir eines ganz wichtig, nämlich dass die Branche weiss: Der Ständerat ist nicht gewillt, in Zukunft irgendwelche Überschüsse verwerten zu helfen. Absatzförderung auf diesem Niveau zu betreiben, ist ein ganz neuer Pfad, der beschritten wird. Die [PAGE 194] Klimareserve ist ebenfalls ein neuer Pfad, wobei es letztlich nicht sein darf, dass wir dann in den nächsten Jahren die Überschussverwertung an die Hand nehmen müssen. Das wäre und ist auch im Sinne der Branche, und es muss eine Aufgabe der Branche sein.

Deshalb, mit diesen Überlegungen, kann ich der parlamentarischen Initiative Folge geben.

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