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Wasserfallen Flavia · Ständerat · 2024-03-14

Wasserfallen Flavia · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2024-03-14

Wortprotokoll

Die Versorgung mit Arzneimitteln ist in der Schweiz nicht immer gewährleistet, wir wissen das. Kollege Germann legt hier mit seinem Vorstoss den Fokus auf alte Präparate. Verlieren die Präparate das Patent, werden sie auslizenziert und dem allgemeinen Markt übergeben. Wenn sie nicht mehr rentieren, werden sie auch nicht mehr vertrieben. Betroffen sind vor allem unrentable Wirkstoffe wie Antibiotika oder aufwendigere Darreichungsformen sowie Wirkstoffe für Kinder, für die Palliativmedizin oder für Spitalpräparate. Je länger der Ablauf des Patents zurückliegt, desto weniger Hersteller gibt es weltweit.

Für den Schweizer Markt kommt noch eine wichtige und entscheidende Komponente dazu, nämlich die Grösse des Marktes: Wir haben rund acht Millionen potenzielle Patientinnen und Patienten, und je geringer in diesem kleinen Markt die Krankheitszahlen sind, desto weniger potenzielle Kunden gibt es. Das führt zu einem eingeschränkten Angebot und damit zu dieser problematischen Situation. Für viele patentfreie Originale gibt es in der Schweiz keine generischen Alternativen - nicht, weil sie zu wenig gebraucht würden, sondern schlicht und einfach, weil der Markt zu klein ist und die Präparate nicht vorliegen und nicht eingeführt werden.

Die Lösung liegt nicht in einer einzigen Massnahme, das ist mir klar. Ich bin der Meinung, dass sich die Kommission darüber unterhalten sollte, ob wir nicht, wie es Kollege Germann auch fordert, im Zulassungsbereich noch Möglichkeiten hätten, Vereinfachungen einzuführen.

Ich würde Ihnen beantragen, die Angelegenheit an Ihre Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit zu überweisen.