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Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · 2024-09-24

Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2024-09-24

Wortprotokoll

Bildung ist das Kapital, die Ressource, die die Schweiz hat. Jeder investierte Franken bringt ein Mehrfaches an Return on Investment. Die Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften. Top qualifizierte Leute sind die Antwort, die Menschen selbstverständlich, die wir hier schon haben: Lassen wir sie sich top qualifizieren bzw. nachqualifizieren, auch weil wir immer neue Berufe kennen. Deshalb sind alle Bereiche der Bildung so wichtig.

Bei den Anträgen sind wir von der Grünen Fraktion jeweils dort, wo es um eine Erhöhung geht, einmal bei der Minderheit II (Fivaz Fabien) - ich hoffe, sie wird noch zur Mehrheit in diesem Rat -, ansonsten unterstützen wir die Kommissionsmehrheit.

Bundesbeschluss 1 zur Berufsbildung: Hier geht es um die qualifizierten Menschen für die Wirtschaft, die sind für die KMU zentral. Also lassen Sie uns diesen Bereich nicht schwächen. Wenn wir die neueste Studie anschauen, dann sehen wir, dass gerade einmal etwas mehr als 8 Prozent der Menschen wirklich motiviert, engagiert für ihre Arbeit sind. Sprich: Über 80 Prozent sind es nicht. Das schwächt die Arbeitsleistung, gibt eine Produktivitätseinbusse.

Deswegen ist Viamia beispielsweise so wichtig: Eine Standortbestimmung über die Berufssituation machen zu können, inklusive die Motivation anzuschauen, ist wichtig. Wenn ich das als unentgeltliches Angebot habe, dann gehen sehr viel mehr Menschen hin, als wenn es selbst bezahlt werden muss. Im zweiten Fall tut man es erst entweder in grosser Not oder wenn das nötige Geld vorhanden ist, was längst nicht bei allen so ist. Es ist doch im Interesse der Wirtschaft, wenn möglichst viele hingehen, um zu schauen, wie die weiteren 20, 25 Berufsjahre nach 40 noch gut geleistet werden können. Deshalb macht es keinen Sinn, ist es widersinnig, jetzt sofort abzubrechen. Geben wir doch den Kantonen die nötige Zeit, damit sie es zu ihrem Projekt machen und damit wirklich alle die Möglichkeit haben, eine solche Standortbestimmung zu machen. Ich bitte Sie also, die Minderheit II (Fivaz Fabien) hier im Saal zu einer Mehrheit werden zu lassen.

Ebenso beim Bundesbeschluss 2 zur Weiterbildung: Hier müsste gar mehr investiert werden, sind doch immer noch viele Preise in der Weiterbildung für viele Menschen zu hoch. Da müssten wir nachbessern. Es geht um eineinhalb Millionen Franken, seien wir grosszügig. Wir von der Grünen Fraktion jedenfalls unterstützen die Kommissionsmehrheit.

Ebenso beim Bundesbeschluss 4 zum ETH-Bereich: Da hat der Ständerat erfreulicherweise einen Schritt gemacht, er beschloss 50 Millionen Franken mehr. Wir wollten 100 Millionen Franken mehr, was bestens begründet gewesen wäre, aber hier sagen wir Ja, um immerhin diese zusätzlichen 50 Millionen Franken zu haben.

Zum Bundesbeschluss 5 zum HFKG: Für uns ist die Zweckbindung etwas schwierig, sie bietet für die Hochschulen weniger Spielraum, aber es soll ein wichtiges Zeichen zugunsten der Hausarztmedizin gesetzt werden. Deshalb unterstützen wir die Kommissionsmehrheit mit der Zweckbindung für 25 Millionen Franken.

Und zum Bundesbeschluss 6: Die Stipendien, das haben wir immer wieder gesagt, müssen so grosszügig wie möglich sein. Hier sind wir über die Haltung des Ständerates, dass er hier keine Kürzung will, sehr erfreut. Diese Haltung unterstützen wir selbstverständlich gerne.

Ebenso unterstützen wir die Mehrheit bei der Forschungsförderung. Wir sind nicht mehr bei Horizon und anderen europäischen Projekten dabei, umso wichtiger ist die schweizerische Förderung. Das gilt für die Forschenden, aber letztendlich dienen die Ergebnisse uns als Gesamtgesellschaft. Deshalb sind wir auch hier für die Mehrheit und hoffen, die Anträge kommen so durch.

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