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Zopfi Mathias · Ständerat · 2025-03-11

Zopfi Mathias · Ständerat · Glarus · Grüne Fraktion · 2025-03-11

Wortprotokoll

Wenn Sie die Minderheit anschauen, dann sehen Sie, dass sich die Glarner Delegation am Morgarten hütet und dieser Motion zustimmt. Ich kann Ihnen kurz begründen, weshalb dieses Resultat zustande gekommen ist.

Als Glarner wissen wir, wie wichtig Direktverbindungen sind. Wie Sie wissen, haben wir in diesem Rat auch erfolgreich eine eigene Motion, die Motion Zopfi, eingereicht. Kollege Burkarts Mutter hat mich zwar nicht angerufen. Aber Sie müssen nur mit den Leuten reden, dann stellen Sie fest, dass das Thema Direktverbindungen nicht nur die Leute extrem beschäftigt, sondern auch für die Entwicklung einer Region von allergrösster Bedeutung ist. [PAGE 170]

Wir haben gestern von Perlen gesprochen. Wenn wir die hier betroffene Region - die ich nur von aussen kenne - anschauen, dann sehen wir, dass sie eine regionale Perle der Entwicklung in unserem Land ist. Deshalb ist es auch geboten, die Motion nicht einfach als quasi regionales Wünschchen abzutun, sondern die gesamtschweizerische Dimension solcher Direktverbindungen in diese Zentren zu sehen. Ich kann mich dem Votum von Kollege Burkart nur anschliessen. Insofern ist es nicht nur ein Akt der Solidarität, dass die Glarner Delegation die Motion unterstützt, sondern auch ein Akt der Vernunft.

Was ich Ihnen sagen muss: Wenn wir die Begründung der Kommissionsmehrheit, weshalb man das hier nicht tun soll, akzeptieren, auf die Konzepte verweisen und aufhören, von unseren parlamentarischen Instrumenten Gebrauch zu machen, wenn wir aufhören, uns in solchen Fragen mit Vorstössen für unsere Regionen, aber auch für unser Land und die Gesamtentwicklung zu wehren und Einfluss zu nehmen, dann berauben wir uns eines unserer effektivsten Mittel. Kollege Burkart hat es gesagt: Es werden dann auch andere Regionen zur Diskussion stehen. Sie müssen sich schon gut überlegen, ob Sie dieses Instrument aufgeben oder lieber sagen wollen: Nein, es muss in diesem Rat möglich sein, dass man ein so wichtiges regionales Anliegen auch mit einer Motion auf die Traktandenliste bringt.

Jetzt kommt noch ein technischer Grund, weshalb ich meine, dass die Annahme dieser Motion guttun würde: Ich bin überzeugt, dass dem Thema Direktverbindungen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ich sage nicht, dass es im konkreten Fall eine sichere Lösung wäre, aber ich bin überzeugt, dass vor allem Flügelzüge mögliche Lösungen wären. Flügelzüge werden mittlerweile zum Beispiel von der Rhätischen Bahn erfolgreich eingesetzt, meines Wissens auch von der BLS. Flügelzüge wären ein Rezept, um hier etwas zu erreichen. Wenn ich auf die Entwicklung bei den SBB schaue, dann ist mein Eindruck, dass man dieser technischen, höchst interessanten und kundenfreundlichen Lösung bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit schenkt, die man ihr schenken sollte. Neben dem Haupteffekt, die Region Baden/Brugg zu stärken, wäre ein Nebeneffekt der Annahme dieser Motion, dass wir die SBB ermahnen, bei den technischen Lösungen für diese politischen Fragen vorwärtszumachen.

Deshalb empfehle ich Ihnen als Vertreter der Glarner Delegation und der Minderheit mit Überzeugung, dieser Motion zuzustimmen.