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Friedli Esther · Ständerat · 2025-03-11

Friedli Esther · Ständerat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-03-11

Wortprotokoll

Ich bin Kollege Engler sehr dankbar für seine Motion und bitte Sie, diese anzunehmen. Kollege Engler hat es gesagt, es sind nicht nur die typischen Bergkantone betroffen. In meinem Kanton, im Kanton St.[NB]Gallen, breiten sich die Wölfe im Moment überproportional stark aus. Letzte Woche zum Beispiel sind morgens um sieben drei Wölfe frisch-fröhlich etwas am Rand meines Nachbardorfes herumspaziert. Daneben standen Schulkinder, die auf ihren Schulbus warteten. Das zeigt, dass sich die Wölfe immer mehr ausbreiten.

Ich glaube, der Bundesrat hat mit seiner Verordnungsänderung wichtige Schritte und gute Massnahmen eingeleitet. Ich unterstütze eigentlich alles, was der Bundesrat mit der Verordnungsänderung gemacht hat, ausser dass er praktisch über Nacht den Kostenverteiler für die Herdenschutzmassnahmen geändert hat. Die Kantone wurden da ziemlich überrumpelt. Sie konnten die Kosten, die jetzt auf sie entfallen, gar nicht budgetieren. Es zeigt sich jetzt, dass es sehr viele Unklarheiten gibt mit Blick auf die Frage, welche Kosten wie übernommen werden. Damit man ein Herdenschutzmanagement hat, das zukunftsgerichtet und überall ungefähr gleich ist, braucht es hier eine seriöse Abklärung zwischen dem Bund und den Kantonen. Es braucht eine gemeinsame Aussprache. So etwas kann man nicht über Nacht machen.

Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel dafür geben, wo im Moment Diskussionen laufen. Das ist das Thema Herdenschutzhunde. Der Kanton St.[NB]Gallen bildet überdurchschnittlich viele Herdenschutzhunde aus. Diese Herdenschutzhunde sind im Sommer nicht alle nur auf St.[NB]Galler Alpen im Einsatz, einige sind im Bündnerland, andere vielleicht im Glarnerland. Jetzt stellt sich die Frage betreffend die Kosten dieser Herdenschutzhunde. Sie können jetzt sagen, dass das ein kleines Detail sei, aber darüber wird im Moment sehr stark diskutiert. Ich wünsche mir, dass man diese Frage zuerst seriös klärt, in einer Aussprache zwischen dem Bund und den Kantonen, und dass man erst entscheidet, wenn sie gelöst ist.

In diesem Sinne bitte ich Sie, die Motion Engler anzunehmen, damit eben hier Klarheit herrscht. Der Bund soll die Mehrheit der Kosten finanzieren, damit auch überkantonal alles gleich gehandhabt wird und wir hier wirklich auch im Sinne eines nachhaltigen und guten Herdenschutzmanagements etwas erreichen können.