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Graf Maya · Ständerat · 2025-03-19

Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2025-03-19

Wortprotokoll

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, welche[NB]noch[NB]im Saal[NB]sind und[NB]zuhören - das[NB]freut[NB]mich -, ich habe diese Interpellation eingereicht, weil die Asiatische Hornisse dramatisch im Vormarsch und eine Gefahr ist, nicht nur für die Imkerei, sondern auch für weitere Bestäuber wie Wildbienen, Hummeln und andere Insekten sowie für die Landwirtschaft und die Biodiversität. Denn diese Insektenart aus China ist ein gefrässiges Insekt. Ein einziges Nest vertilgt jährlich mehr als 11 Kilogramm Insekten, stellen Sie sich das mal vor. 2024 sind bis anhin schweizweit mehr als 650 Nester der Asiatischen Hornisse zerstört worden. Das sind fünfmal so viele wie noch im Jahr 2023, und neueste Daten der Schweizer Meldeplattform zeigen, dass sich die Funde in nur einem Jahr verdreifacht haben.

Der Bund muss also sofort handeln, sich besser koordinieren und die Kantone bei der Bekämpfung effektiver unterstützen. Die derzeitige Koordination läuft aus Sicht der Kantone leider nicht optimal, und die Umsetzung der Motion Hegglin Peter betreffend die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung geht zu schleppend vorwärts, um eine wirksame Bekämpfung der Nester, vor allem auch im Wald, sicherzustellen. So schreibt der Bundesrat in seiner Stellungnahme zu meiner Interpellation, dass eine Änderung auf Ende 2025 in Planung sei. Nun ist es aber so, dass die Asiatische Hornisse bereits jetzt, im März, nach dem Winterschlaf ausfliegt und sich die Nester bilden und eine solche Vermehrung auch in diesem Jahr wieder vonstattengeht. Die Bekämpfung muss also jetzt beginnen. Dringend sind eine nationale Bekämpfungsstrategie und eine gute Koordination durch den Bund mit einem Monitoring. Das hilft den Kantonen. Es würde auch bedeuten, dass bundesintern besser koordiniert wird, zwischen dem BAFU, dem BLV und der Fachgruppe Asiatische Hornisse des Cercle Exotique; das würde es bedeuten.

Dazu gehört aber auch die Weiterführung der Unterstützungsfinanzierung der Ausbildungsmassnahmen zuhanden der Konferenz der Umweltämter der Schweiz und des Bienengesundheitsdienstes ab 2026. Ich lese nämlich in Ihrer Stellungnahme, Herr Bundesrat, dass der Bundesrat mit dem Entlastungspaket 2027 den "Verzicht auf Förderung im Bereich Bildung und Umwelt" plant. Was heisst das? Bis heute wurden für die Jahre 2023 bis 2025 finanzielle Hilfen in der Höhe von jeweils 100[NB]000 Franken für die Bekämpfung zur Verfügung gestellt. Um wie viel weniger würde die finanzielle Unterstützung ausfallen? Wie geht man damit um, wenn gleichzeitig ein grösserer Bedarf hinsichtlich der Bekämpfung der invasiven Arten - so müssen wir hier sagen, es geht ja beispielsweise auch um den Japankäfer - und der wichtigen Koordination auf Bundesebene mit den Kantonen ansteht?

Kurz, und das zum Schluss, es braucht diese nationale Bekämpfungsstrategie dringend. Alle müssen [PAGE 320] zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen. Wir haben ja auch Erfahrung mit der Bekämpfung anderer invasiver Arten, wie eben des Japankäfers. Wir müssen die Bekämpfung nun ebenfalls bei der Asiatischen Hornisse dringend angehen.