Rüegger Monika · Nationalrat · 2025-09-17
Rüegger Monika · Nationalrat · Obwalden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-17
Wortprotokoll
Wir haben heute eine Initiative vor uns, zu der uns auch ein Gegenvorschlag vorgelegt wird. Bei der Initiative fragt sich - das haben wir heute schon vielmals gehört -, ob das wirklich in die Bundesverfassung gehört. Wir haben einen indirekten Gegenvorschlag, der vom Bundesrat ausgearbeitet wurde und vorgeschlagen wird und der eben auch das Anliegen der Initiative weitgehend aufnimmt.
Jetzt gibt es die Mehrheit der Kommission, die meines Erachtens diesen indirekten Gegenvorschlag verwässern will. Wir alle kennen die Bilder von in Gitterkäfigen wirklich qualvoll gehaltenen Tieren, die keinen Auslauf, kein Licht haben, die nicht artgerecht gefüttert werden. Hier geht es darum, zu entscheiden, ob wir dem Grundanliegen der Initiative mit dem Gegenvorschlag des Bundesrates oder eben auch mit der Fassung der Mehrheit der Kommission gerecht werden. Wir alle wollen das nicht mehr; wir alle wollen nicht, dass solche Tiere solche Haltungen erdulden müssen. Wir alle wollen, dass sie artgerecht gefüttert werden. Wir alle brüsten uns damit, dass wir in der Schweiz das strengste Tierschutzgesetz haben. Ich glaube, hier müssen wir auch die Art der Haltung solcher Tiere berücksichtigen, die vor allem der Luxusgüterindustrie dient.
Darum empfehle ich Ihnen, sich an den indirekten Gegenvorschlag zu halten, denn die international anerkannten Zertifizierungssysteme sind brancheninterne Standards, und diese garantieren uns nicht, dass solche in Käfigen gehaltenen Tiere wirklich tiergerecht gehalten werden. Daher möchte ich mich dem indirekten Gegenvorschlag des Bundesrates anschliessen, vor allem deswegen, weil der Bundesrat dann die entsprechenden Standards festlegen kann.
Auch im Sinne des Tierwohls, der Tiere, die in unwürdigen Bedingungen gehalten werden, danke ich Ihnen für die Unterstützung.