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Guggisberg Lars · Nationalrat · 2025-09-22

Guggisberg Lars · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-22

Wortprotokoll

Die Schweiz platzt bereits jetzt aus allen Nähten. Die Situation wird jedes Jahr ungemütlicher: überfüllte Bahnhöfe, Züge, Busse, Trams, Zehntausende Staustunden auf den Strassen, überfüllte Kindergärten, Volksschulen, Gewerbeschulen, Gymnasien und Hörsäle, überfüllte Spitäler und Pflegeheime, zu wenige Sportstätten; hinzu kommt ein abnehmender Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln und Energie. Die Liste liesse sich noch beliebig verlängern. All das ist kein Wunder, wenn man sich vor Augen hält, wie unverhältnismässig stark die Bevölkerung in unserem Land in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist. In den letzten fünfzig Jahren ist die Anzahl Menschen, die in der Schweiz leben, von 6 auf 9 Millionen gestiegen. Gleichzeitig hat sich der Ausländeranteil von 14 auf 28 Prozent verdoppelt.

Und nun soll die kleine Schweiz, die in den letzten fünfzig Jahren ja flächenmässig nicht grösser geworden ist, bald 10 Millionen Menschen beherbergen? Das wollen wir nicht. Wir müssen das masslose Bevölkerungswachstum endlich bremsen. Es ist bereits fünf nach zwölf.

Was würde es in Bezug auf die Infrastruktur bedeuten, wenn eine Million zusätzliche Menschen in unserem Land leben würden? Das würde zu einem massiven Ausbaubedarf in praktisch allen Infrastrukturbereichen führen: 450[NB]000 zusätzliche Wohnungen und rund eine halbe Million zusätzliche Arbeitsplätze mit entsprechendem Bedarf an Büroräumlichkeiten und Gewerberäumen wären notwendig. Erforderlich wäre ein Ausbau von National- und Kantonsstrassen, der von links-grüner Seite systematisch politisch torpediert wird. Es gäbe 10 Prozent mehr Züge, Busse, Trams, Fahrzeuge und Linienkapazitäten. Rund 80[NB]000 zusätzliche Kinder im Schulalter erfordern, dass neue Schulhäuser, Horte und Turnhallen gebaut werden. 4500 zusätzliche Spitalbetten wären notwendig, was bedeutet, dass mehrere neue Regionalspitäler oder Erweiterungen erstellt werden müssten. 180[NB]000 mehr ältere Menschen erfordern den Bau unzähliger neuer Pflegeheime. 50[NB]000 zusätzliche Psychiatriefälle pro Jahr machen viele neue Kliniken nötig. Es werden rund 1000 neue Gefängnisplätze benötigt. Es braucht zudem rund 50 Terawattstunden mehr Strom, 700[NB]000 Tonnen mehr Nahrungsmittel, eine um 11 Prozent höhere Kapazität an Trinkwasserversorgungen und Kläranlagen, mehrere Dutzend neue Sportanlagen, Fitnesscenter und Schwimmbäder.

Sie können feststellen: Für so viel Mehrbedarf an Infrastruktur haben wir keinen Platz, wenn die Schweiz auch künftig lebenswert sein soll.

Ich komme zum Fazit. Die Infrastruktur in der Schweiz hat längst die Kapazitätsgrenze überschritten. Von Nachhaltigkeit kann schon längst keine Rede mehr sein. Eine Million mehr Menschen bedeutet nicht einfach, etwas dichter zu wohnen, sondern zigtausend zusätzliche Wohnungen, Schulen, Pflegeplätze, Infrastrukturanlagen und einen gewaltigen Mehrbedarf an Energie, Transportkapazitäten und Nahrungsmitteln. Wir müssen schleunigst auf die Zuwanderungsbremse treten, bevor es zum Kollaps kommt.

Ich bitte Sie deshalb, die Nachhaltigkeits-Initiative zu unterstützen, damit auch künftige Generationen in unserem Land noch Gestaltungsspielraum haben.

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