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preparatory:AB 36380

Randegger Johannes · Nationalrat · Basel-Stadt · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2003-09-18

Wortprotokoll

Die Mehrheit will hier der Forschung vorsorglich einen Riegel vorschieben. Frau Dormann hat eine amerikanische Arbeit zitiert, bei der es gelungen ist, parthenogenetische Entwicklungen aufzuzeigen. Diese Arbeit stammt von Cibelli und wurde am 26. November 2001 im "The Journal of Regenerative Medicine" publiziert. Was hat Cibelli festgestellt? Dass menschliche Eizellen durch chemisch-physikalische Reize zu parthenogenetischen Entwicklungen angeregt werden können. Einige dieser Eizellen entwickelten sich nach fünf Tagen zu Gebilden, die wie Blastozysten aussahen, aber keine Embryoblasten enthielten, sodass keine embryonalen Stammzellen daraus gewonnen werden konnten. So viel zu dieser wissenschaftlichen Arbeit, die Sie - vermutlich - zitiert haben; ich habe hier eine ziemlich genaue Übersicht über diese Arbeiten.

Ich erinnere noch einmal daran, wie es der welsche Kommissionssprecher schon getan hat, was die Nationale Ethikkommission (NEK) im Juni 2002 festgehalten hat: "Da die diesbezügliche Forschung noch in ihren Anfängen steckt, empfiehlt die NEK, die Option alternativer Stammzellgewinnungsmethoden" - und das ist jetzt eine alternative Stammzellgewinnung - "noch nicht abschliessend zu regeln. Zuerst sollen das wissenschaftliche Potenzial sowie die ethischen und gesellschaftlichen Implikationen sorgfältig geprüft werden."

Jetzt geht es hier darum, dass wir ein Forschungsgesetz bearbeiten, und dieses Forschungsgesetz basiert auf überzähligen Embryonen. Nur aus diesen überzähligen Embryonen und unter den bereits gestern ausführlich dargelegten Bedingungen dürfen embryonale Stammzellen entnommen werden.

Die Mehrheit der Kommission empfiehlt Ihnen - der Entscheid fiel in der Kommission mit 10 zu 9 Stimmen -, die Parthenote als Begriff in die Definitionen und dann später in die Artikel 3, 22, 25 und 28a aufzunehmen.