Rösti Albert · Bundesrat · 2025-12-08
Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2025-12-08
Wortprotokoll
Für das Monitoring der Schalenwildbestände einschliesslich des Rotwilds sind die Kantone verantwortlich. Sie können die Methoden zur Erhebung der Wildtierbestände selbst wählen. Bereits heute setzen sie dazu Wärmebildkameras - Forward Looking Infrared (Flir) Cameras - vom Boden aus ein, insbesondere für nächtliche Beobachtungen und zur Beurteilung der Bestandsentwicklung. In einigen Fällen kommen auch luftgestützte Flir-Erhebungen zum Einsatz, etwa im Rahmen räumlich begrenzter Wald-Wild-Konzepte. Eine schweizweite fluggestützte Erhebung ist jedoch nicht praktikabel, denn um einzelne Tiere wie Rothirsche oder Rehe zuverlässig erkennen zu können, sind wiederholte nächtliche Überflüge in geringer Höhe und mit hoher Flugdichte erforderlich. Wir erachten dies aus Sicht von Wildtieren und Mensch und in Anbetracht der Kosten als nicht praktikabel. Der Bundesrat sieht deshalb keinen schweizweiten Einsatz von luftgestützten Systemen zur Erfassung der Rotwildbestände vor. Luftgestützte Erhebungen können jedoch bei spezifischen kleinräumigen Fragestellungen in den Kantonen eine sinnvolle Ergänzung darstellen.