Andrey Gerhard · Nationalrat · 2026-03-04
Andrey Gerhard · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2026-03-04
Wortprotokoll
In diesem vierten und letzten Block stellt sich eigentlich eine ganz einfache Frage: Wollen wir die Innovationsfähigkeit unseres Landes stärken oder schwächen? Das Zweite tun die vorgeschlagenen Kürzungen.
Die Massnahme 6 reduziert den Bundesbeitrag für den ETH-Bereich und setzt stärker auf Nutzerfinanzierung. Doch unsere Hochschulen sind auch deshalb so erfolgreich, weil sie chancengleich im Inland, aber auch international Talente anziehen. Wenn Studium und Forschung teurer werden, riskieren wir, genau diese Talente zu verlieren oder nicht zu erhalten. Im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe wäre das kaum der richtige, der beste Weg.
Bei der Massnahme 7 geht es noch weiter, da geht es darum, die Mittel des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) zu kürzen. Der SNF finanziert die Grundlagenforschung, also genau jene Forschung, aus der später neue Technologien, Unternehmen und Arbeitsplätze entstehen. Hier zu kürzen, bedeutet, an der künftigen Wirtschaftskraft unseres Landes zu sparen.
Die Massnahme 9 friert die Mittel im Kulturbereich ein. Dabei ist Kultur alles andere als ein Luxus, sondern wesentlicher Teil unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und deshalb letztlich auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Mit der Massnahme 11 werden Beiträge für die ausserschulische Kinder- und Jugendförderung gekürzt. Dabei gehört gerade die Investition in junge Menschen zu den sinnvollsten Investitionen, die ein Staat überhaupt machen kann.
Die Massnahme 27 kürzt projektgebundene Beiträge an Hochschulen. Gerade diese Mittel ermöglichen Innovation und Kooperation zwischen Hochschulen, um gezielt Antworten auf neue Herausforderungen zu finden. Wenn wir darauf verzichten, schwächen wir die Entwicklungsfähigkeit unseres Hochschulsystems.
La mesure 28 vise à réduire le soutien à Innosuisse, notre principal instrument de promotion de l'innovation. Dans un contexte de concurrence internationale accrue, c'est exactement le contraire de ce qu'il faudrait faire.
La mesure 29 vise à supprimer des soutiens à la formation continue. Pourtant, dans une économie qui se transforme rapidement, la formation tout au long de la vie est essentielle pour maintenir l'employabilité et la compétitivité.
Enfin, la mesure 30 a pour objectif de réduire le soutien fédéral aux projets et aux innovations dans le domaine de la formation professionnelle. Or, notre système dual est un succès précisément parce qu'il investit dans la qualité et dans l'innovation.
Toutes ces mesures suivent la même logique[NB]: économiser aujourd'hui en affaiblissant les investissements qui construisent la prospérité de demain. Pour le groupe des Verts, la Suisse doit faire l'inverse[NB]: renforcer la recherche, la formation, l'innovation, la jeunesse et la culture. Si nous voulons un pays réellement prêt pour l'avenir, nous devons renoncer à ces coupes.