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Büttiker Rolf · Ständerat · 2000-03-21

Büttiker Rolf · Ständerat · Solothurn · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2000-03-21

Wortprotokoll

Ich möchte Sie bitten, der Fassung der Kommission und des Nationalrates zu folgen. Wenn Sie mit einem Holztransporteur sprechen, der jetzt in Aktion ist und diese gefällten Bäume abtransportiert, dann wird er Ihnen sagen, dass das Gewichtsproblem für ihn das grösste Problem darstellt. Ich meine, dass im Kurzstreckenbereich - ich betone: im Kurzstreckenbereich - bis etwa 150 Kilometer die Bahn dafür nicht geeignet ist und in absehbarer Zeit auch nicht geeignet sein wird. Die "gebrochenen" Transporte, wie sie der Entwurf des Bundesrates vorschlägt, wirken sich gegenteilig und hemmend aus. Ich bin überzeugt, dass das vor allem aus volkswirtschaftlicher Sicht keine gute Lösung ist.

Ich bin mit Herrn Bieri absolut einig, dass sich die Bahn auf den Langstreckentransport konzentrieren muss. Wir haben nichts dagegen, dass die Bahn beim Export die Transportaufgaben übernimmt. Deshalb kann ich der Argumentation in Bezug auf die Sägereien in der Schweiz nicht folgen, weil wir ja einverstanden sind, dass die Bahn im Langstreckenbereich eingesetzt wird. Wenn man die Rechnung mit dem Beispiel Österreich macht - mit einer Million Kubikmeter Lothar-Rundholz geteilt durch etwa 50 Kubikmeter pro Wagen -, kommt man bereits auf etwa 20 000 Wagenfahrten. Für die nun folgende Zeit gibt das für die SBB eine gute Auslastung, ja sie wird sogar an ihre Kapazitätsgrenzen stossen; an den Kapazitätsgrenzen wird gerüttelt.

Die vorgesehene Erhöhung des Gesamtgewichtes pro Lastenzug ergibt auch eine Verdoppelung der Nutzlast, also eine Halbierung der Transporte, was ökologisch durchaus sinnvoll ist, Herr Bieri. Es wäre aus Ihrer Sicht auch einmal zu überlegen, dass es jetzt, vorübergehend, in dieser Notsituation durchaus sinnvoll sein kann, die Nutzlast zu verdoppeln und damit die Zahl der Transporte zu halbieren. Die Lösung des Bundesrates ist eine Filigranlösung, die sich jetzt in dieser schwierigen, hektischen Zeit des Holztransportes als nicht praktikabel erweist.

Ich bitte Sie, dem Nationalrat zu folgen. Denn in einer aussergewöhnlichen Situation, Herr Bieri, muss man auch manchmal aussergewöhnliche Lösungen ins Auge fassen.