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Bruderer Pascale · Nationalrat · 2003-10-01

Bruderer Pascale · Nationalrat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion · 2003-10-01

Wortprotokoll

Die SP-Fraktion unterstützt die Minderheit, und zwar aus der Überzeugung heraus, dass Investitionen im Sportbereich auch hochwirksame Beiträge zur Förderung der Gesundheit, der Jugend und der sozialen Bildung sind. Als Beispiel hierfür nehme man den Förderungsbeitrag "Jugend und Sport": Mit Aufwendungen von nur gerade mal 120 Franken pro Kind ermöglicht der Bund den jungen Leuten, sinnvollen Sport zu treiben. Davon profitieren nicht bloss einzelne Gruppierungen, sondern davon - das ist das Schöne daran - profitiert die Jugend in ihrer ganzen Breite, nämlich rund 600 000 Kinder und Jugendliche.

Weil die SP von der wichtigen Rolle überzeugt ist, die der Sport für unsere Gesellschaft und in unserer Gesellschaft spielt, schlucken wir den Sparvorschlag des Bundesrates [PAGE 1634] nur à contrecoeur. Wir akzeptieren ihn, weil nun mal in jedem Bereich Opfer gebracht werden müssen - Opfer, die wehtun, gerade auch hier, wo es die Nachwuchs- und Kaderförderung betrifft. Die Aussage, die Kantone könnten selber wählen, ob und wie sie die künftig fehlenden Beiträge dann kompensieren wollen, ist realpolitisch betrachtet blosse Rhetorik. Wir kennen einerseits die Situation der Kantonsfinanzen und wissen, dass andererseits unsere gestern und heute getätigten Sparübungen nicht alles echte Einsparungen sind, sondern dass sie eben auch zulasten der Kantone und Gemeinden gehen.

Die von der Mehrheit beantragten zusätzlichen Kürzungen von 2 Millionen Franken pro Jahr können wir nicht gutheissen. Die Begründung der Mehrheit ist nicht stichhaltig; die verschiedenen Facetten der Prävention dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, und das würde hier passieren.

Ich bitte Sie deshalb, der Minderheit zuzustimmen, die bereit und gewillt ist, zu sparen und sich am "Streichkonzert" zu beteiligen, allerdings nur und ausschliesslich im Rahmen der bundesrätlichen Vorgaben.