Villiger Kaspar · Bundesrat · 2003-10-02
Villiger Kaspar · Bundesrat · Luzern · 2003-10-02
Wortprotokoll
Es geht hier wieder um eine beachtliche Summe. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihrer Kommission und dem Ständerat zustimmen könnten.
Es ist in der Tat so, dass der Ständerat die Gewichte etwas verschoben hat und dass sich die Kürzungen bei den eigentlichen Schutzwäldern noch auf die Grössenordnung von, glaube ich, 10 Prozent belaufen. Das scheint uns sehr vertretbar zu sein, mit gewissen Priorisierungen sollte man hier die Aufgabe durchaus erfüllen können, die grösser ist als beim Nutzwald. Beim Nutzwald ist die Waldwirtschaft selber darauf gekommen, dass hier die Strukturen wahrscheinlich etwas zu zementiert waren und dass unsere Waldwirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig ist. Sie ist selber darauf gekommen, dass der ständige Schutz des Nutzwaldes dazu geführt hat, dass man jetzt womöglich sogar einen wirtschaftlichen Preis dafür bezahlen muss. Hier sind bei der Waldwirtschaft selber Bestrebungen da, das aufzuarbeiten und zu modernisieren. Hier ist es sehr vertretbar, wenn wir stark zurückgehen. Wir hätten es am liebsten ganz gestrichen, aber das war wie gesagt nicht möglich. Aber wir akzeptieren die Verlagerung gemäss Beschluss des Ständerates, der im Gesamtpaket dann beim Schutzwald wieder aufgestockt hat. Beim Schutzwald ist auch die staatliche Hilfe durchaus zu begründen, auch dazu stehen wir. Aber eine gewisse Konzentration der Mittel muss auch hier möglich sein.
Das ist der Grund dafür, dass ich Sie im Namen des Bundesrates bitte, den Antrag Jossen abzulehnen und Ihrer Kommission zuzustimmen.