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Rösti Albert · Bundesrat · 2026-06-08

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2026-06-08

Wortprotokoll

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie der Kanton Tessin sind in die Arbeitsgruppen der italienischen Behörden eingebunden. Im Juli 2019 haben das BAFU und das zuständige italienische Ministerium die Gründung eines gemeinsamen Gremiums vereinbart, um die Wasserbewirtschaftung und die Wasserstände des grenzüberschreitenden Einzugsgebiets des Lago Maggiore zu koordinieren. Die Schweizer Delegation hat einer auf das Jahr 2026 befristeten Testphase zugestimmt. Vorgesehen ist eine Begrenzung des maximalen Regulierungspegels bei plus 1,35 Meter mit einem Spielraum von 5 Zentimetern für besondere Lagen. Modellierungen, Studien und Regulierungsversuche unter der Aufsicht der zuständigen italienischen Behörde zeigen, dass ein solcher Pegel für den Hochwasserschutz tragbar ist. Das BAFU wird in Absprache mit dem Kanton Tessin sicherstellen, dass die vereinbarten Eckwerte durch die italienische Aufsichtsbehörde eingehalten werden.

Ein Entscheid über die zukünftige definitive Regulierung würde ein Abkommen zwischen der Schweiz und Italien erfordern. Mit Frankreich haben wir für den Genfersee eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Der Bundesrat würde ein solches Abkommen aber nicht gegen den Willen des Kantons Tessin abschliessen.